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Verlust bei Intershop wächst

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Das Jenaer Software-Unternehmen Intershop ist im Sommer noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust summierte sich von Jahresbeginn bis Ende September auf 4,4 Millionen Euro. Davon resultierten allein 1,6 Millionen Euro aus dem dritten Quartal, in dem der Umsatz mit 4,9 Millionen Euro deutlich unter den Betriebskosten in Höhe von 6,4 Millionen Euro lag. Das geht aus Zahlen hervor, die Intershop am Donnerstag vorlegte.

Der Vorstand hatte bereits Anfang Oktober seine Prognose revidiert, wonach 2006 erstmals seit Gründung die Gewinnschwelle erreicht werden sollte. Das das auf E-Commerce-Programme spezialisierte Unternehmen beschäftigt nach der Schrumpfkur der Vorjahre 230 Mitarbeiter.

Der Verlust fiel per Ende September höher aus als in den ersten neun Monaten 2005, als ein Minus von knapp 3,6 Millionen Euro in der Bilanz stand. Eine Unternehmenssprecherin begründete das mit der Übernahme der auf online-Marketing spezialisierten SoQuero GmbH (Frankfurt/Main). Zudem sei das Geschäft von Intershop stark von einzelnen Großaufträgen abhängig und damit schwankungsanfällig.

Der Umsatz in den ersten neun Monaten belief sich auf rund 14,3 Millionen Euro nach 12,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal hielt der leichte Aufwärtstrend bei den Erlösen mit 4,9 Millionen Euro an. Mit einer neuen Dienstleistungssparte, die Mittelständlern die Organisation und Abwicklung ihres Internet- Handels bis hin zum Transport von Waren zu den Kunden abnehmen soll, will Intershop seine Umsatzbasis verbreitern. Dafür werden derzeit Kooperationspartner wie eine Tochter des Baur Versands gewonnen.

Die Verluste schmäleren die Finanzbasis von Intershop. Die freiverfügbaren liquiden Mittel sanken seit Jahresbeginn von 7,3 auf 5,2 Millionen Euro. Die Intershop-Aktie notierte nach Bekanntgabe der Zahlen in Frankfurt mit 1,40 Euro fast 3,5 Prozent im Minus. (dpa) / (jk)