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Vermeintliches UFO entpuppt sich als abgestürzter Google-Ballon

Über einem Dorf in Kolumbien ist ein zu Googles Projekt Loon gehörender Ballon abgestürzt. Die Bewohner gingen angesichts des Wracks zunächst von einem außerirdischen Raumschiff aus.

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Google Ballon

(Bild: dpa)

Ein abgestürzter Ballon der Google-Tochter X hat in der kolumbianischen Provinz Tolima für Unruhe gesorgt. Örtliche Landwirte hielten das Gefährt zunächst für ein UFO. Tätsächlich handelte es sich um eine Art fliegende Funkzelle, mit dessen Hilfe Google Zugang zum Internet auch in abgelegene Gebiete bringen will.

Ein Polizeifoto zeigt die Überreste des Ballons.

(Bild: Twitter)

"Wir dachten, es sei ein UFO oder die Überreste eines Raumschiffs", sagten Anwohner gegenüber der Zeitung El Tiempo. "Es qualmte und eine komische Flüssigkeit lief aus." Nachdem auf Twitter Mutmaßungen laut wurden, es handele sich um einen abgestürzten Satelliten, identifizierte die Polizei das Objekt schließlich als Teil von Googles Projekt Loon. Was zu dem Absturz führte, ist bislang unklar.

Seit 2013 testet Google die Ballons im Praxiseinsatz. In rund 20 Kilometern Höhe schwebend beziehen sie Energie aus Solarmodulen, sind manövrierfähig und bilden, indem sie untereinander kommunizieren, ein Netzwerk in der Luft. Die Internet-Daten werden per Funk über Bodenstationen von und zu den Ballons übertragen.

Der Absturz in Kolumbien ist nicht der erste Zwischenfall mit einem Loom-Ballon. Unter anderem stürzte 2014 eines der Geräte in Südafrika ab. 2016 kam es zu einem Absturz während eines Testfluges über Sri Lanka.

Quelle: Project Loon

(msi)

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