Vernetzte Lkw: Bundesregierung fördert Entwicklung von Lkw-Platooning

MAN, DB Schencker und die Hochschule Fresenius wollen im kommenden Jahr vernetzte Lkw testen. Die Bundesregierung fördert das Projekt.

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MAN-Lkw werden untereinander vernetzt. Kommendes Jahr soll die Technik auf der Straße getestet werden.

(Bild: deutschebahn.com)

Von
  • Andreas Wilkens

MAN, DB Schenker und die Hochschule Fresenius kooperieren in der Entwicklung vernetzter Lkw-Kolonnen, dem so genannten Platooning. Im Frühjahr 2018 sollen erste Testfahrten auf dem Digialen Testfeld der A9 zwischen München und Nürnberg absolviert werden. Das Bundesverkehrmininisterium fördert das Projekt mit 2 Millionen Euro, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Beim Platooning werden zwei oder mehr Lkw miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt, so dass sie in geringem Abstand hintereinander fahren können. Durch das Windschattenfahren könne Kraftstoff von bis zu zehn Prozent eingespart werden, außerdem werde der CO2-Ausstoß verringert, sagen die Projektpartner. Sie erwarten sich zudem neue Erkenntnisse für die Optimierung der gesamten Logistikkette.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt geht davon aus, dass das automatisierte und vernetzte Fahren schon bald Realität sein werde. Mit dem Platooning fließe der flüssiger und sicherer, die Kapazität auf den Straßen und der Komfort in der Kabine stiegen. "Fahrer und Umwelt werden dadurch entlastet", sagte Dobrindt. Insgesamt stelle der Bund für Projekte rund um das automatisierte und vernetzte Fahren 100 Millionen Euro Fördergelder bereit. (anw)