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Vernetztes Fahren: Ericsson, BMW, Bahn und Mobilfunker wollen 5G-Technik auf der A9 testen

Diverse Unternehmen und Institutionen haben sich zusammengefunden, um neue Methoden der Verkehrsinformationsübermittlung in Echtzeit und zur herstellerübergreifenden Verkehrssteuerung bei automatisierten Fahrzeugen zu testen.

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Vernetztes Fahren: Ericsson, BMW, Bahn und Mobilfunker wollen 5G-Technik auf der A9 testen

Entlang der A9 führt eine Bahnschnellstrecke

(Bild: Ericsson)

Auf der A9, Deutschlands "Digitalem Testfeld Autobahn", soll demnächst 5G-Mobilfunktechnik getestet werden. Dafür hat der Mobilfunkausrüster Ericsson mit anderen Unternehmen und Institutionen ein Konsortium gebildet. Zusammen wollen sie auf einem rund 30 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding ein Testnetzwerk installieren. Die Bahnschnellfahrstrecke Nürnberg-Ingolstadt-München verläuft dort parallel und werde mit abgedeckt. Dort sollen Anwendungen des automatisierten und vernetzten Fahrens erprobt werden, zum Beispiel neue Methoden zur Übermittlung von Verkehrsinformationen und für eine herstellerübergreifende Verkehrssteuerung.

An dem Konsortium des Projekt "5G-ConnectedMobility" beteiligen sich BMW, die Deutsche Bahn, die Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland, Vodafone, das 5G Lab Germany an der TU Dresden sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die Bundesnetzagentur (BNetzA). Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie die Bayerische Straßenbauverwaltung (Autobahndirektion Nordbayern) unterstützen das Projekt, geht aus einer Mitteilung des BMVI hervor.

"5G-ConnectedMobility" operiert laut Ericsson in einer eigenständigen Infrastruktur und sei nicht von einem kommerziellen Netzwerk abhängig. So sollen prototypische 5G-Applikationen regelmäßig und jederzeit ohne Einschränkungen und in unterschiedlichen Netzwerkkonfigurationen installiert und getestet werden können. Das dedizierte 5G-Mobilfunknetzwerk von Ericsson ermögliche Live-Tests von Echtzeitanwendungen auch unter extremen Netzwerklasten und bei gleichzeitig sehr hohen Reisegeschwindigkeiten. Das soll Versuchsbedingungen ergeben, die in kommerziell betriebenen Live-Netzen kaum vorzufinden seien.

Ericsson hat hier von Bundesnetzagentur die Nutzung von Frequenzen aus dem 700 MHz Band für den Bereich Nürnberg-Feucht bis Greding genehmigt bekommen. Die Infrastruktur sei bereits in ersten Teilsegmenten fertig gestellt, sodass ab sofort Live-Tests beginnen können. (anw)

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