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Verschlüsseltes Netzlaufwerk für Arbeitsgruppen

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Der Hamburger Software-Hersteller PrimeSharing Deutschland stellte heute Version 1.3 seiner Arbeitsgruppensoftware TeamDrive vor. Die Software bindet gemeinsam genutzten Speicherplatz im Netz als virtuelle Festplatte unter einem Laufwerksbuchstaben auf dem lokalen Windows-Rechner ein.

TeamDrive erlaubt Offline-Arbeit, da die Software Dateien auf dem virtuellen Laufwerk zunächst lokal speichert. Besteht eine Internetverbindung, kopiert sie die Dateien in den Webordner und schützt sie durch 256-Bit-Verschlüsselung. Lokale Dateiversionen gleicht TeamDrive automatisch mit jenen auf dem Server ab und markiert solche Revisionen, zwischen denen durch konkurrierende Änderungen Konflikte bestehen. Für deren Lösung kommt wahlweise die Word-Funktion zum Vergleichen und Zusammenführen von Dokumenten zum Einsatz, oder man vereint die Änderungen verschiedener Autoren manuell. Dank Versionsverwaltung auf dem Server soll keine zuvor gespeicherte Fassung der Datei verloren gehen.

Wer Zugriff auf einen FTP-Server oder WebDAV-Netzordner hat, kann die Basisversion von TeamDrive zeitlich unbefristet kostenlos benutzen; sie steht auf der Webseite des Herstellers zum Download bereit. Damit kann etwa im kostenlosen MediaCenter des Freemailers GMX ein gemeinsam genutztes Dokumentverzeichnis angelegt werden. Die virtuelle Festplatte bindet auf Wunsch auch verschiedene Webordner parallel ein. Die Premium-Ausgabe von TeamDrive unterstützt zusätzlich HTTP-Server ohne WebDAV-Erweiterung und kommt mit Internet-Proxies klar.

Die Arbeit mit TeamDrive erfordert keine Admin-Rechte -- prinzipiell ist selbst die Installation mit einem eingeschränkten Benutzerkonto möglich. Da anschließend nützliche Zusatzeinträge im Kontextmenü des Windows-Explorers fehlen, greift man in diesem Fall auf die gemeinsamen Dateien komfortabler über den mitgelieferten TeamDrive Explorer zu. (pek)