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Versicherungsgesellschaft LVM stellt auf Ubuntu 10.04 LTS um

Die LVM Versicherung bringt Ubuntu auf den Desktop: Alle Außendienstler und ein Großteil der Arbeitsplätze in der Firmenzentrale in Münster verwenden nun Ubuntu Desktop 10.04.2 LTS als Betriebssystem für ihre Laptops und Desktop-Rechner, wie LVM-Bereichsleiter Wim Bollen heise open berichtete.

Linux als Betriebssystem hat auf den Rechnern der Außendienstmitarbeiter eine lange Tradition. Nach Linux from Scratch und Red Hat Linux hat die LVM Ende 2009 aufgrund der starken Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Anwender mit der Erprobung von Ubuntu als künftiges Betriebssystem für die Mitarbeiter-Laptops und für die Desktop-Rechner in den übrigen Bereichen begonnen.

Mitte 2010 erfolgte dann der Rollout von Ubuntu Desktop 10.04 LTS auf den Rechnern im Außendienst und im ersten Quartal 2011 die Umstellung im Innendienst. Möglich wurde dies unter anderem durch die zentralisierte Hardware-Beschaffung, sodass keine große Hersteller- und Modellvielfalt zu migrieren war. Bei Problemen half Ubuntu-Distributor Canonical, etwa bei der Treiberunterstützung.

Weitere Anpassungen waren beim Network-Manager erforderlich: So benötigen die Mitarbeiter eine stabile VPN-Verbindung, die auch dann nicht zusammenbrechen darf, wenn zum Beispiel von Ethernet auf UMTS umgeschaltet wird. Hintergrund ist, dass die LVM Versicherung neben Standard-Open-Source-Software auch in Java geschriebene Client-Programme verwendet, die ihre Daten unmittelbar mit den Servern der Versicherung austauschen.

Insgesamt wurden rund 7000 Lenovo-Notebooks und Desktop-Rechner der Außendienstler sowie 3000 Clients in der Firmenzentrale auf Ubuntu Desktop 10.04.2 LTS migriert. Auch einige Server der LVM laufen unter Linux, allerdings kommt dort Red Hat Enterprise Linux zum Einsatz. (mid)

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