Version 8 des Netscape Browser fertiggestellt

Netscape Browser 8 unterscheidet sich in vielen wesentlichen Punkten von Firefox, auf dem er aufbaut.

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Von
  • Jo Bager

Netscape Site Controls: Für jede Site lässt sich Firefox oder Internet Explorer als Rendering Engine auswählen [Klicken für vergrößerte Ansicht[

Stolz präsentiert Netscape, seit einiger Zeit im Besitz von AOL, kurz vor dem zehnjährigen Netscape-Firmenjubiläum Version 8 des hauseigenen Browsers. Derzeit ist nur die englische Version für Windows XP, 2000, 98 SE und ME verfügbar. Netscape 8 unterscheidet sich in vielen wesentlichen Punkten von Firefox, auf dem er aufbaut.

Wie schon die Betaversion kann Netscape 8 neben der Gecko-Engine auch die des Internet Explorers zur Darstellung von Webseiten benutzen. Für den Internet-Explorer optimierte Webseiten, etwa das Windows-Update von Microsoft oder Seiten mit ActiveX-Komponenten, zeigt der Browser automatisch mit dem Renderer des Internet Explorer an.

Bei anderen Seiten kann der Anwender im Menüpunkt "Site Control" vorgeben, welchen Renderer der Browser nutzen soll. Dort legt er auch die Sicherheitsregeln fest. Der Anwender kann die einzelnen Einstellungen, etwa für die Ausführung von JavaScript von Hand selber vornehmen, oder eine der vorgegebenen, den Internet-Explorer-Zonen ähnliche Sammeleinstellungen wählen: "I Trust This Site", I'm Not Sure", "I Don't Trust This Site".

Zusätzliche Sicherheit gegen Phishing und andere Attacken aus dem Internet sollen bei Netscape geführte schwarze und weiße Listen mit verdächtigen und vertrauenswürdigen Internet-Adressen bieten, die der Browser regelmäßig online abruft. Ein Nutzer, der eine auf der schwarzen Liste erfasste Adresse ansteuert, wird gewarnt und hat die Möglichkeit, sicherheitsrelevante Techniken wie Skripte und ActiveX abzustellen.

Zu den weiteren Neuerungen gehört etwa die MultiBar. Sie soll helfen, kostbaren Platz auf dem Desktop zu sparen. Sie nimmt bis zu zehn Werkzeugleisten auf, zwischen denen der Benutzer per Mausklick umschalten kann. Die Toolbars lassen sich vielseitig anpassen, zum Beispiel mit RSS-Feeds.

Die Einstellungen übernimmt Netscape Browser 8 beim ersten Start nach der Installation wahlweise etwa von Firefox, Mozilla, Internet Explorer oder alten Netscape-Versionen. Allerdings kam die Software bei ersten Tests in der Redaktion teilweise ins Stolpern, wenn Einstellungen von Firefox 1.0.4 übernommen werden sollten -- Netscape war anschließend nicht mehr zur Mitarbeit zu bewegen.

Weitere Detailinformationen zu der neuen Version des Netscape Browsers hat AOL auf einer eigenen Seite zusammengestellt. (jo)