Versorgungsflug von US-Privatunternehmen zur ISS gestartet

Der private US-Raumfrachter Cygnus ist auf dem Weg zur internationalen Raumstation. Die meisten Versorgungsflüge wurden bislang von Russland aus abgewickelt.

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(Bild: NASA)

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Mit rund 3500 Kilogramm Nachschub und Materialien für wissenschaftliche Experimente an Bord ist der private Raumfrachter Cygnus zur internationalen Raumstation ISS gestartet. Cygnus ist am Samstag (Ortszeit) von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia aus losgeflogen. Am Dienstag wird der unbemannte Frachter an der ISS erwartet.

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Es handelt sich um den 13. Versorgungsflug des vom US-Unternehmen Northrop Grumman entwickelten und betriebenen Raumfrachters. Für die NG-13-Mission wird Cygnus etwa 7.500 Pfund (3.400 Kilogramm) Fracht für die Besatzung an Bord der Station transportieren. Dies ist das zweite Mal, dass zwei Cygnus-Satelliten gleichzeitig mit dem NG-12-Fahrzeug fliegen werden, das nach dem Abflug von der Station am 31. Januar im Orbit bleibt. Sobald Cygnus an die Internationale Raumstation gepackt ist, bleibt das Raumschiff etwa drei Monate lang befestigt, bevor es mit bis zu 8.200 Pfund (etwa 3.720 Kilogramm) Fracht zur Entsorgung abfliegt.

Start der Cygnus zur ISS

Northrop Grumman benennt jedes Cygnus-Raumschiff zu Ehren von Personen, die einen bedeutenden Beitrag zum kommerziellen Raumfahrtprogramm der Vereinigten Staaten geleistet haben. Für die NG-13-Mission gedenkt das Unternehmen dem Astronauten MajorRobert Henry Lawrence Jr., dem ersten afroamerikanischen Astronauten der Nation.

Im August 2019 hatte die US-Raumfahrtbehörde NASA erklärt, dass an der Internationalen Raumstation ISS künftig mehr private Transporter andocken können. Dafür installierten US-Astronauten bei einem Außeneinsatz einen weiteren, ringähnlichen Adapter zum Ankoppeln solcher Flüge. An diesen sollen die Boeings Starliner-Raumschiff und die Raumkapseln der Firma SpaceX andocken können.

Die USA wollen in Zukunft auch wieder selbst bemannte Flüge zur ISS schicken. In den vergangenen Jahren waren sie auf die russischen Sojus-Raumschiffe angewiesen, die Besatzungen zur ISS und zurück zur Erde flogen. Auch Versorgungsflüge wurden von Russland aus abgewickelt. 2011 hatten die Amerikaner die Flüge mit dem Space Shuttle eingestellt. Außerdem hatte die NASA angekündigt, ab 2020 auch Weltraum-Touristen Station reisen zu lassen. (mit Material von dpa) / (uk)