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Versteigerung von Wimax-Lizenzen bringt 56 Millionen Euro [Update]

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Für insgesamt etwa 56 Millionen Euro hat die Bundesnetzagentur am Freitag in Mainz Lizenzen für zusätzliche schnelle drahtlose Internetzugänge versteigert. Seit Dienstag hatten sechs Unternehmen für die in 28 Regionen aufgeteilten Frequenzpakete für Broadband Wireless Access (BWA beziehungsweise WiMAX) geboten. Er soll unter anderem eine Alternative etwa zur DSL-Technik bieten und vor allem ländlichen Gebieten den Anschluss an das Breitband-Internet ermöglichen.

Bundesweite Lizenzen sicherten sich die Luxemburger Clearwire Europe S.á.r.l., die Deutsche Breitband Dienste GmbH und die Inquam Broadband GmbH. In der Region Oberbayern inklusive München kam zudem die italienische MGM Productions Group S.R.L. sowie in Niederbayern und der Oberpfalz die Televersa Online GmbH zum Zug. Laut Bundesnetzagentur können die Frequenzen sofort genutzt werden. Der Erlös der Versteigerung fließt in die Kasse des Bundes.

[Update]:
Zwar wurde im Gegensatz zu den Milliardenerlösen der im Jahr 2000 versteigerten UMTS-Lizenzen nur ein Bruchteil geboten. Dennoch sprach Matthias Kurth, Chef der Bundesnetzagentur, von einem "ganz nennenswerten Betrag" für die Bundeskasse. Erlöse wie vor sechs Jahren seien "nie unser Ziel und auch gar nicht erreichbar" gewesen. "Das ist jetzt eine Chance für neue Unternehmen", sagte Kurth. "Auch Newcomer haben eine Chance."

Der Aufbau eines Wimax-Netzes dürfte sich vor allem in Ländern ohne Festnetz- Infrastruktur lohnen; in Deutschland eignet sich die Technik nur für Nischenbereiche. Die großen nationalen und internationalen Mobilfunk- und Festnetzanbieter hatten sich für die Auktion auch gar nicht beworben. "Mit dem gesamten DSL-Spektrum ist WiMAX sicher nicht vergleichbar", erklärte der technische Leiter der Deutschen Breitband Dienste, Bernd Kieslich. "Wir werden aber Dienste mit Geschwindigkeiten anbieten können, die die Masse benötigt", sagte er und sprach von Übertragungsraten von zwei bis drei Megabit pro Sekunde.

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(dpa) / (jk)