Verteilte Suche nach toten Links

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Grub.org möchte eines der Hauptprobleme von Internet-Suchmaschinen lösen: Veraltete Links und unvollständige Ergebnislisten. Dafür hat grub.org ein Konzept entwickelt, das mit SETI@home vergleichbar ist: Tausende Freiwillige installieren ein spezielles Programm auf ihrem Computer. Der Client sucht jedoch nicht wie bei SETI nach extraterrestrischer Intelligenz, sondern nutzt die Rechner-Ressourcen, um das Web zu durchforsten. Die Suchinstruktionen stammen vom Master Server, an den die gefundenen Ergebnisse wieder zurückgemeldet werden. Wenn genügend Surfer mitmachen, so verspricht grub.org, wird jede Internetseite täglich besucht und indiziert.

Grub.org setzt bei dem neuen Crawler auf Open Source. Derzeit können sich Linux-User, die über eine feste IP-Nummer verfügen, bei grub.org als Beta-Tester registrieren und die Client-Software herunterladen. In Zukunft möchte grub.org auch Versionen für BSD und Windows anbieten. Es bleibt jedoch fraglich, ob es grub.org gelingt, den Erfolg von SETI@home zu wiederholen. Am bislang größten Projekt zum verteilten Rechnen beteiligen sich immerhin mehr als drei Millionen Internetbenutzer. (hod)