Vertrauen der US-Bürger in Online-Geschäfte lässt nach

Phishing und Identitätsdiebstahl schreckt mittlerweile viele US-Amerikaner davon ab, ihre Bankkonten online zu führen oder Rechnungen via Internet zu bezahlen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 54 Beiträge
Von
  • Andreas Wilkens

Das Vertrauen der US-Amerikaner in die Sicherheit von Online-Transaktionen sinkt. Das haben die Marktforscher von Gartner durch Befragung von 5000 erwachsenen US-Bürgern herausgefunden. Als Ursache für den Vertrauensverlust machen sie Meldungen über den Diebstahl von Kreditkartendaten aus sowie auch die zunehmenden Betrugsversuche durch Phishing. So wären die etwa 73 Millionen US-Amerikaner, die das Internet nutzten, in den vergangenen zwölf Monaten mit 50 verschiedenen Phishing-E-Mails konfrontiert worden. Das sei eine Zunahme um 28 Prozent gegenüber den zwölf Monaten zuvor.

2,4 Millionen Internetnutzer haben den Angaben von Gartner zufolge bisher durch Phishing Geld verloren. Allein in den vergangenen zwölf Monaten seien 1,2 Millionen US-Bürgern 929 Millionen US-Dollar durch Phishing abhanden gekommen. Diese Betrugsart nehme noch zu, hat Gartner festgestellt. 63 Prozent der Befragten hätten in den vier Wochen vor der Befragung im Mai eine Phishing-E-Mail erhalten. Mehr als 80 Prozent der Internet-Nutzer sagten, die Online-Attacken hätten ihr Vertrauen in E-Mails von Personen oder Institutionen beeinträchtigt, die ihnen nicht bekannt seien. Wiederum 85 Prozent von dieser Untergruppe löschen solche E-Mails ungelesen.

Etwa 77 Prozent der US-Amerikaner haben laut Gartner in den vergangenen zwölf Monaten online eingekauft, 73 Prozent führten ihr Bankkonto online und 63 Prozent zahlten Rechnungen via Internet. Viele Befragte haben angegeben, dass sie weniger Online-Banking betreiben oder aufgehört haben, Rechnungen über das Internet zu begleichen. (anw)