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Vertrauen in Online-Banking gesunken

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Die meisten deutschen Internetnutzer erledigen ihre Bankgeschäfte am PC und gehen nicht mehr so häufig in die Filiale, bleiben aber sensibel für Sicherheitsfragen. Vier von fünf Deutschen mit Internetanschluss nutzen das Netz auch zum Online-Banking. Allerdings steigt die Zahl der Nutzer, die aus Sicherheitsbedenken auf Bankgeschäfte im Netz verzichten wollen. Das geht einer repräsentativen Umfrage unter rund 1000 Teilnehmern hervor, die im Rahmen des am Donnerstag in Berlin vorgestellten (N)onliner-Atlas der Initiative D21 durchgeführt wurde.

Während im Vorjahr nur gut 4 Prozent der Befragten angegeben hatten, aus Angst vor Betrug auf Online-Banking verzichten zu wollen, waren es 2010 immerhin knapp über 20 Prozent. "Das Vertrauen zum Online-Banking ist gesunken", sagte Jens-Olaf Bartels vom IT-Finanzdienstleister Fiducia am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung der Studie über "Onlinebanking mit Sicherheit". Hintergrund dürfte auch der erneute Anstieg der Betrugsfälle sein. Im vergangenen Jahr wurden laut Bartels 2859 Personen Opfer von Phishing-Angriffen, 53 Prozent mehr als 2008. Das Bundeskriminalamt (BKA) spricht von 2923 Fällen.

Die Sicherheit beim Home-Banking werde von den Nutzern als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt, sagte Bartels. Daher seien die meisten nicht bereit, dafür zu bezahlen oder selbst etwas für eine höhere Sicherheit zu unternehmen. So ergab die Studie, dass nur noch 81,4 Prozent der Befragten auf ihrem PC Sicherheitssoftware installieren wollen – im vergangenen Jahr wollten das noch 85,2 Prozent. Und lediglich 70,6 Prozent (Vorjahr: 81,2 Prozent) gaben an, dass sie regelmäßig ihre Kontoumsätze prüfen. Neben der Sicherheit erwarten die Befragten vor allem einen hohen Datenschutz sowie die Verfügbarkeit rund um die Uhr.

Siehe dazu auch im heise Software Verzeichnis:

(vbr)