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Verwirrung um Ausstattung des Eee-PC-Nachfolgers

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Der Eee PC 900 soll mit Touchscreen und eingebautem GPS ausgestattet sein, meldete der taiwanische Online-Dienst Digitimes unter Berufung auf Kevin Lin, stellvertretender Chef von Asusteks asiatischem Verkaufsteam. Da spielte wohl Wunschdenken mit, denn Asus Deutschland stellt umgehend klar, dass der Eee PC 900 wie zur CeBIT 2008 vorgestellt im zweiten Quartal ausgeliefert werden soll. Weitere Modelle seien dieses Jahr nicht vorgesehen. Auch Asustek selbst dementiert und behauptet, Kevin Lin hätte diese Aussagen nicht getroffen.

So bleibt es wohl bei der Ausstattung von Asus zweitem Billig-Subnotebook: Der Eee PC 900 hat ein 8,9 Zoll großes Display mit der Auflösung von 1024 × 600. Der etwas kleinere Vorgänger Eee PC 4G zeigt dagegen nur 800 × 480 Bildpunkte auf einem 7,1-Zoll-Display, was für die Bedienung des dafür angepassten Linux reicht, nicht aber fürs komfortable Surfen. Den Flash-Speicher (eine Festplatte hat der Eee PC nicht) hat Asus von 4 GByte je nach Modell auf bis zu 12 GByte vergrößert, davon brauchen Anwendungen und Betriebssystem knapp 3 GByte. Der Hauptspeicher ist mit 1 GByte doppelt so groß. Der Eee PC 900 soll 399 Euro kosten, das sind 100 Euro mehr als für den Eee PC 4G.

Eee-PC-Nachfolger für 400 Euro mit größerem Display (8 Bilder)

Eee-PC-Nachfolger für 400 Euro mit größerem Display

Der Eee PC 900 hat ein größeres Display als der Vorgänger Eee PC 4G

Den aktuellen Eee PC 4G kann Asus immer noch nicht in ausreichenden Stückzahlen liefern. Offenbar haben Händler mit viel größeren Lieferungen gerechnet und das Linux-Subnotebook entsprechend beworben, doch auch Monate nach dem Launch-Termin findet man nur hier und dort einige Modelle. Wer einen Eee PC 4G will, muss erst einen Händler finden, der kurz zuvor einige der raren Modelle ergattern konnte.

Trotz der Lieferschwierigkeiten, die besagter Kevin Lin übrigens mit einem Brand in einer asiatischen Fabrik von LG Chemical und der dadurch verursachten Akku-Knappheit begründet, haben sich zahlreiche Anwender zusammengefunden, die ihren Eee PC aufrüsten, andere Betriebssysteme testen und sich über Anwendungen austauschen. Von Letzteren wird es in naher Zukunft wohl deutlich mehr geben, denn Asus bietet seit Kurzem ein Software Development Kit (SDK) an. (jr)

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