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Verwirrung um Profi-Grafikchips für Notebooks

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Dieser Tage kommen die ersten Profi-Notebooks in den Handel, in denen Nvidias Quadro-Grafikchips auf Basis der aktuellen Kepler-Architektur stecken. Die Profi-GPUs hören auf die Namen Quadro K500M, K1000M, K2000M, K3000M, K4000M und K5000M (PDF-Datei), die gegenüber ihren Fermi-Vorgängern mit doppelt so vielen Shader-Rechenkernen und höherer Performance aufwarten.

Zu den ersten damit erhältlichen Notebooks gehört Lenovos mobile Workstation ThinkPad W530, welche je nach Konfiguration mit K1000M oder K2000M ausgestattet sein soll. Allerdings scheinen die ersten Geräte noch mit heißer Nadel gestrickt zu sein: Ein c't-Leser, der sich das Lenovo-Notebook kaufen wollte, stellte beim Öffnen des Kartons noch vor Ort bei einem Händler fest, dass sich der Grafikchip nicht als Quadro K1000M meldete, sondern als Quadro 1100M. Angesichts von Nvidias in der Vergangenheit oftmals verwirrender Namensgebung vermutete er dahinter eine Variante des leistungsschwächeren Vorgängers Quadro 1000M und verweigerte den Kauf. Ein zweites Gerät meldete sich ebenfalls als 1100M; eine größerere Konfiguration bei einem anderen Händler mit 2100M statt K2000M.

Auf Nachfrage gab Nvidia Deutschland zu Protokoll, dass es sich dennoch um neue Kepler-Chips handle: 1100M sei die Vorserienbezeichnung des K1000M, 2100M die des K2000M. Bei Seriengeräten mit aktuellen BIOS- und Treiberversionen solle man laut Nvidia aber nur die K-Bezeichnungen finden, damit man eben die leistungsstärkeren Kepler-Kerne einfach erkennt – offensichtlich hat Lenovo da gepatzt. Das Pikante an der Sache: Nvidia bewirbt seine Quadro-Grafikchips explizit mit aufwändig geprüften und zertifizierten Treibern. Gleiches gilt für Notebook-Hersteller und deren Profi-Geräte, die für den Unternehmenseinsatz gedacht sind – etwa als CAD-Station.

[Update 11.7.; 18:25]

Laut Lenovo hat Nvidia das Namensschema der Quadro-Grafikchips mit Kepler-Innenleben relativ kurzfristig umgestellt, weshalb sie im vorinstallierten Treiber noch die alten Namen tragen. Inzwischen steht ein Treiber-Update bereit, nach dessen Installation die neuen Grafikchips auch auf dem ThinkPad W530 die offiziellen K-Bezeichnungen führen. (mue)