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Videocodec DivX 5.1 veröffentlicht

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DivX: Nach Ausflügen zu den französisch-polynesischen Inseln kommen nun Kühe klauende Aliens

Wie anlässlich eines Gesprächs mit heise online am Rande der IFA angekündigt, hat DivXNetworks in der Nacht zum Mittwoch seine neueste Codec-Kreation DivX 5.1 veröffentlicht. Dank eines überarbeiteten psychovisuellen Modells und dem in den Vorabversionen eingeführten "Rate Distortion Algorithm" soll der Encoder-Part deutlich bessere Bildqualität (bei gleicher Bitrate) erzielen als noch DivX 5.0.x. Zudem wurde der DivX-Decoder laut DivX-Erfinder Jerôme "Gej" Rota erheblich beschleunigt, sodass nun auch schwachbrüstige Rechner DivX in voller D1-Auflösung (720 × 576) ruckelfrei spielen sollen.

Videokodierungsprofis dürfen sich freuen, denn neben dem ElectroKompressionGraph (EKG) zum manuellen Anpassen der Bitratenratenverteilung bei Multipass-Encoding ist auch das bereits in den Beta-Versionen enthaltene "Video Encode Feedback"-Fenster mit von der Partie. Letzteres zeigt bereits während der Kodierung detaillierte Informationen über Bitratenverteilung, Bewegungsvektoren, Quantisierer, Bits pro Makroblock und anderes an. Wer will, der soll sogar on the fly an den Kodierparametern drehen können.

Aber auch Neulingen wird weiterhin geholfen: Der "Select Profile" Wizard soll sie dabei unterstützen, mit wenigen Mausklicks die Einstellungen für ansprechende Qualität und insbesondere Kompatibilität zu Hardware-Playern zu erzielen. Gerade die Kompatibilität zu den seit einigen Monaten auf den Markt drängenden Standalone-Playern liegt den DivX-Entwicklern am Herzen. Alleine hierzulande sind inzwischen über ein Dutzend solcher DVD-Player auf dem Markt -- zumeist mit Sigma-Designs-Chipsatz (EM85x0), nur Philips setzt bisher den zuerst zertifizierten ESS-Chip ein.

Zunächst stehen die Windows-Versionen DivX 5.1 und DivX Pro 5.1 (20 US-Dollar oder Adware) zum Download bereit. Noch am heutigen Mittwoch will DivXNetworks zudem eine Beta der Mac-OS-Version auf den Seiten der DivX Labs veröffentlichen. DivX 5.1 für Linux lässt hingegen noch ein wenig auf sich warten. (vza)