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Videokonferenz unter freiem Himmel

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Tholos Systems will zwischen London und Wien mit Hilfe von "Kommunikationszylindern" eine virtuelle Brücke schaffen. Die rund drei Meter hohen und sieben Meter im Durchmesser großen Zylinder besitzen eine rundum laufende 360°-Projektionsfläche. Auf dieser soll einerseits ein "umfassender Panoramablick des aktuellen Schauplatzes" in bester Bildqualität zu sehen sein. Andererseits sollen Menschen unmittelbar vor Ort "in Bild und Ton" persönlich miteinander in Kontakt treten können. Die beiden Prototypen in London und Wien sollen im Mai 2004 online gehen. Bis 2008 wollen die Betreiber ein "virtuelles Netz" zwischen allen europäischen Hauptstädten gespannt haben.

Ein Zylinder soll rund zwei Millionen Euro kosten. Das Geld will Tholos-Systems durch Werbung wieder einspielen: Geplant sind täglich maximal 13 Prozent Werbung, bei 24 Stunden "Sendezeit". Diese 192 Minuten werden "exklusiven Content-Partnern" in Paketen angeboten, um einerseits "das Konzept des THOLOS nicht zu gefährden" und andererseits ein "Verwässern" durch Zusatzprogramm zu verhindern.

Im Inneren eines Zylinders sind sechs HDTV-Projektoren, 22 Mikrofone, 22 Lautsprecher und drei Kameras untergebracht. Vernetzt werden sollen die Säulen über 100 MBit-Leitungen. Zum Schutz vor Vandalismus sollen die Glaswände mit einer speziellen nanostrukturierten Anti-Graffity-Schutzschicht präpariert werden. Außerdem wollen die Betreiber einen Sicherheitsdienst anheuern, der die teure Hardware rund um die Uhr im Auge behält. (wst)