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Videolan: Neuer VLC Media Player rückt Videos gerade

Die neue Version des universellen Medienplayers erscheint für den Desktop und zahlreiche weitere Plattformen. Auch des Vertical-Video-Syndroms haben sich die Entwickler angenommen.

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(Bild: Videolan)

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Das Entwicklerteam des populären VLC Media Players hat in dem vergangenen halben Jahr mehr als 1000 Verbesserungen und Bugfixes eingepflegt. Das Ergebnis steht nun mit VLC 2.2.0 für den Desktop sowie den Versionen der anderen Plattformen zum Download bereit. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören eine neue Hardwarebeschleunigung, eine verbessere Unterstützung von Extensions und neue Codecs. Auch eine kritische Schwachstelle, die es Angreifern ermöglichte per manipulierter Videodateien Code auf Windows- Systemen auszuführen, soll geschlossen worden sein.

Die Unterstützung von Ultra-HD Codecs wie VP9 und H.265 wurde nach Angaben der Entwickler stark verbessert, das von Kinos genutzte Format Digital Cinema Package (DCP) wird erstmals integriert. Neu ist auch die experimentelle Unterstützung von interaktiven Menüs auf Blu-Ray-Discs. Auch bisher problematische Dateien in den Formaten Ogg, MP4 oder WMV sollen nun laufen. Damit wollen die Entwickler dem Slogan "VLC plays everything" gerecht werden.

Die neue Version hatte schon einige Zeit von sich reden gemacht. So waren Screenshots der Version von Windows Phone aufgetaucht und die iOS-Version war auch nach halbjähriger Abwesenheit wieder im App Store gesichtet worden. Die Entwickler haben sich dafür entschieden alle Plattformen gleichzeitig zu bedienen, da sie auf dem gleichen Kern basieren. So erscheint die neue Version sowohl für Windows, Linux und MacOS X wie auch für iOS und Android. Neu sind die öffentlichen Betaversionen für Windows RT, Windows Phone und Android TV. VLC-Hauptentwickler Jean-Baptiste Kempf sagt zum Sammel-Release: "VLC in die mobile Welt zu bringen war schwierig – aber wir haben nun das Schwerste hinter uns."

Auf die erhoffte Unterstützung von Googles Chromecast müssen die Nutzer von VLC noch warten. Dafür hat die aktuelle Version ein anderes Gimmick eingebaut: Vertikal aufgenommene Videos werden automatisch erkannt und entsprechend rotiert. Dies ist zwar keine Lösung für das berüchtigte Vertical Video Syndrome, aber der Nutzer sieht die Bilder immerhin nicht verdreht auf seinem Bildschirm.

Die Bedienung auf den unterschiedlichen Plattformen wurde angeglichen. So bieten mobile Versionen von VLC schon lange an, Videodateien ab dem Punkt abzuspielen, wo der Nutzer die Wiedergabe vorher abgebrochen wurde. Diese Funktion wurde nun auch in die Desktop-Versionen integriert. Hinzu gekommen ist ein integrierter Manager zur Installation von Addons, mit denen der Funktionsumfang des Media Players erweitert werden kann.

Siehe dazu auch:

(vbr)