Videostreaming: Watchever macht am 31. Dezember dicht

Vivendis deutscher Onlinevideo-Dienst Watchever konnte wohl nie große Marktanteile erobern. Zum Jahreswechsel ist deshalb Schluss.

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Watchever macht am 31. Dezember dicht
Von
  • Axel Kannenberg

Dass Vivendis deutscher Streaming-Dienst Watchever schließen soll, machte bereits im Juli die Runde. Nun sind die Berichte bestätigt: Am 31.12.2016 wird der Betrieb eingestellt, wie aus den Hilfeseiten von Watchever hervorgeht. Nutzer müssen sich dabei nicht selber um eine Kündigung kümmern, diese soll im November automatisch erfolgen. Die letzte Abbuchung der Abo-Gebühr werde ebenfalls im November stattfinden.

Nach der Einstellung sollen dann das Kundenkonto und die darin enthaltenen personenbezogen Daten automatisch gelöscht werden. Davon ausgenommen seien die Daten, die aus handels- und steuerrechtlichen Gründen nicht gelöscht, sondern nur gesperrt werden dürfen, heißt es weiter. Diese würden dann nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist nach zehn Jahren gelöscht.

Der französische Medienkonzern Vivendi hatte Watchever 2013 gegründet. Wie bei rivalisierenden Angeboten Netflix oder Maxdome gab es bei dem Streaming-Dienst Videoinhalte für eine monatliche Abo-Gebühr direkt aus dem Netz. Den Berichten zufolge solle die Technik von Watchever für andere Angebote genutzt werden. Watchever konnte in Deutschland laut Branchenexperten nur geringe Marktanteile erringen. Mit der Schließung sollen etwas weniger als 20 Mitarbeiter in Berlin ihre Stelle verlieren. Zu den starken Rivalen gehört auch der Online-Händler Amazon mit dessen Abo-Dienst Prime. (axk)