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Videoverleih wandert ins Netz ab

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Die deutsche Videobranche blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2013 zurück. Mit 798 Millionen Euro habe die Branche so viel umgesetzt wie noch nie in den ersten sechs Monaten eines Geschäftsjahres. Das teilte der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) unter Berufung auf aktuelle Marktzahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit.

Demnach wird im Videogeschäft inzwischen jeder zehnte Euro mit Digitalangeboten umgesetzt. Mit 77 Millionen Euro gibt der BVV den Umsatz aus Video-on-Demand- und Download-Diensten an. Der Löwenanteil entfällt aber noch auf Verkauf und Verleih physischer Datenträger, mit dem 721 Millionen Euro umgesetzt wurden.

Der Kaufmarkt legte im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent auf 650 Millionen Euro zu. Davon entfielen 437 Millionen Euro auf DVDs (plus 3 Prozent), der Anteil der Bluray konnte mit 41 Prozent kräftig auf 188 Millionen Euro zulegen. Das Geschäft mit Videodownload wuchs um 38,5 Prozent auf 25 Millionen Euro.

Umsatz der deutschen Videobranche im 1. Halbjahr 2013
Verkauf 1.HJ 2012 1.HJ 2013 +/-
DVD 425,0 Mio. 437,0 Mio. +2,8 %
Bluray 134,0 Mio. 188,0 Mio. +40,3 %
Download 18,0 Mio. 25,0 Mio. +38,9 %
Gesamt 577,0 Mio. 650,0 Mio. +12,7 %
Verleih 1.HJ 2012 1.HJ 2013 +/-
DVD/Bluray 86,0 Mio. 80,0 Mio. -7,0 %
TvoD 23,2 Mio.* 35,0 Mio. +50,9 %
SvoD 11,4 Mio.* 16,0 Mio. +41,0 %
Versand 14,6 Mio.*
16,0 Mio. +9,5 %
Gesamt 135,0 Mio. 147,0 Mio. +8,9 %
Angaben: BVV Medien, * errechnet
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Starke Zuwachsraten bei Video-on-Demand (VoD) konnten den Rückgang im stationären DVD-Verleih mehr als ausgleichen, sodass das Verleihgeschäft insgesamt um 9 Prozent auf 147 Millionen Euro zugelegt hat. Der klassische Verleih von DVDs und Blurays ging dabei um 6 Prozent auf 80 Millionen Euro zurück. Der Versandverleih über Internetplattformen wuchs um 10 Prozent auf 16 Millionen Euro.

Am stärksten gewachsen ist der Umsatz mit Einzelvideoabrufen (TVoD, Transactional VoD), der um 51 Prozent auf 35 Millionen Euro zugelegt hat. Der Umsatz mit Video-on-Demand in Abo-Modellen (SVoD, Subscription VoD) stieg um 41 Prozent auf 16 Millionen Euro. Damit macht die Branche bereits ein Drittel ihres Verleihumsatzes mit Video on Demand und fast die Hälfte im Netz. (vbr)

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