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"Viel gefährlicher als Atomwaffen": Elon Musk erneuert seine Warnung vor KI

Eigentlich ist das Festival SXSW von Technikoptimismus geprägt, aber SpaceX-Gründer Elon Musk schreckte in Texas nicht vor drastischen Warnungen zurück. Einmal mehr bezeichnete er KI als größte Gefahr für die Menschheit und forderte dringende Maßnahmen.

Elon Musk

SpaceX-Gründer Elon Musk.

(Bild: dpa, Paul Buck/Archiv)

Bei einem überraschenden Auftritt auf dem Festival SXSW (South by South West) im texanischen Austin hat Elon Musk einmal mehr vor den Gefahren von Künstlicher Intelligenz gewarnt und für die Pläne seines Raumfahrtunternehmens SpaceX geworben. So versicherte er laut Engadget erneut, kein Freund von Regulierung zu sein, dass der Fall bei KI aber anders liege. Es müsse eine öffentliche Stelle geben, die Einblick habe und dafür sorge, dass jeder nur sichere KI-Technik entwickle, denn: "KI ist viel gefährlicher als Atomwaffen." Dass es keine Aufsichtsbehörde gebe, sei verrückt. Schon vergangenes Jahr hatte Musk – der selbst in der KI-Forschung aktiv ist – mit drastischen Warnungen für eine solche Aufsicht geworben.

Außerdem kündigte Musk an, dass die nächste große Rakete von SpaceX, die "Big Falcon Rocket" (so der offizielle Name der BFR) schon kommendes Jahr erste kurze Testflüge übernehmen soll. Einmal einsatzbereit soll sie interplanetare Reisen und die Besiedlung des Mars ermöglichen. Musk hofft demnach, dass die Tests öffentliche Unterstützung stärken und Nachahmer animieren werden. Denn ein menschlicher Außenposten auf dem Roten Planeten sei wichtig, damit die Menschheit Katastrophen auf der Erde besser überstehen kann. Musk hält demnach ein "weiteres Mittelalter" für wahrscheinlich, "vor allem, wenn es einen Dritten Weltkrieg gibt". Eine Marskolonie würde es der Menschheit ermöglichen, sich davon zu erholen.

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Musks düstere Warnungen vor den Gefahren durch KI und der Notwendigkeit einer außerirdischen Kolonie sind nicht neu, auf dem Festival für Technikoptimisten aber sicher ungewöhnlich. In etwas positiveren Ausführungen gab Musk aber auch noch Einblicke in die bewegte Geschichte von SpaceX und Tesla. Beide Unternehmen hätten demnach scheitern können. Darüber hinaus versicherte er den enthusiastischen Zuhörern, dass er für sein Tunnelbohrunternehmen "The Boring Company" zwar 20 Prozent seiner Tweets aufwende, aber nur 2 Prozent seiner Zeit. Gemeinsam mit den Machern der HBO-Serie "Westworld" hatte Musk außerdem einen Kurzfilm zu dem vielbeachteten Jungfernflug der Falcon Heavy erstellt und in Austin der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein Werbevideo für die Falcon Heavy

(mho)

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