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Computex

Vier neue Eee PCs und eine Desktop-Version mit Atom-CPU

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Auf der Computex stellt Asus gleich drei neue Versionen des 299-Euro-Notebooks Eee PC mit größerem Display vor und reagiert damit auf das prognostizierte Marktwachstum. Zudem sind Prototypen des "Nettops" Eee Box zu sehen, das sind Desktop-PCs mit Eee-PC-ähnlichem Innenleben. Alle nutzen Intels heute vorgestellte Atom-Plattform.

Eee PCs und und Eee Boxes (11 Bilder)

Asus will den Eee PC als Lifestyle-Produkt positionieren, und dann kann man neue Varianten natürlich nicht einfach auf langweilige Tische stellen.

Als weitere Neuerung preist Asus den Eee PC 900, doch den gab es schon auf der CeBIT zu sehen; es handelt sich um ein dem aktuellen Eee PC 4G sehr ähnliches Modell mit größerem Display (8,9 Zoll mit 1024 × 600 Punkte), 1 GByte Hauptspeicher und auf 12 GByte aufgestocktem Flash-"Laufwerk" – unverändert bleibt der Prozessor, ein auf 600 MHz gedrosselter Celeron M. Als Betriebssystem wird Windows XP vorinstalliert. Auf der CeBIT wurde das zweite Quartal als Auslieferungszeitpunkt genannt, was Asus knapp einhält: Ab dem 26. Juni soll der 900 in Deutschland für 399 Euro erhältlich sein, anders als das erste Modell dann auch direkt in großen Stückzahlen.

Der Eee PC 901 (links) hat ein 8,9-Zoll-Display, der 1000 (rechts) eines mit 10 Zoll Diagonale

Der Eee PC 901 bekommt ein etwa gleich großes Gehäuse, das etwas runder gestaltet ist und widerstandsfähiger als das aktuelle sein soll. Das Display misst ebenfalls 8,9 Zoll und zeigt 1024 × 600 Punkte. Der Prozessor, ein Intel Atom N270 mit 1,6 GHz, dürfte etwas schneller als der aktuelle Celeron M arbeiten. Statt einer Festplatte kommt weiterhin ein Flash-Modul zum Einsatz, derzeit sieht Asus für die Linux-Version eines mit 20 und für die Windows-Version des 901 eines mit 12 GByte vor. Das WLAN funkt nun nach IEEE 802.11 Draft-N, und auch die Audioqualität hat Asus verbessert. Die Laufzeit soll je nach Belastung über vier bis fast acht Stunden betragen, was gegenüber den drei Stunden des Eee PC 701 ein deutlicher Fortschritt wäre. Dazu tragen einerseits die Atom-Plattform mit einer TDP von 8 Watt (inklusive Chipsatz) und der von vier auf sechs Zellen vergrößerte Akku bei, aber auch eine neue Version des vorinstallieren Linux: Xandros meldet, mit Hilfe von Intels Atom-optimierter Linux-Unterstützung Moblin.org die Akkulaufzeit der Atom-Systeme um ein Viertel verlängern zu können. Preise und Verfügbarkeit in Deutschland stehen noch nicht fest. In einigen Ländern soll ein Gutschein zum Lieferumfang gehören, der dem Käufer 20 GByte Internet-Speicher mit Sharing-Möglichkeit bei einem noch nicht genannten Anbieter gewährt.

Die Eee Box kommt mit DVI-Anschluss und ohne internem Netzteil.

Zwei Eee PCs mit 10-Zoll-Display und größerer, viel besser zum Zehnfingerschreiben geeigneter Tastur zeigt Asus ebenfalls, den 1000 und den 1000H. Im 1000 sitzt eine 40 GByte große Flash-Platte, im 1000H eine echte 1,8-Zoll-Platte mit maximal 160 GByte. Die übrige Ausstattung mit Atom-Plattform und Draft-N-WLAN entspricht der des Eee PC 901. Der Eee PC 1000 soll wohl gleichzeitig mit dem 901 verfügbar sein, aber ob die Festplatten-Variante 1000H überhaupt nach Deutschland kommt, ist noch nicht entschieden.

Die stationäre Variante heißt Eee Box und läuft ebenfalls mit einem Atom-Prozessor, und zwar dem ebenfalls 1,6 GHz schnellen Atom 230. Eingebaut sind zudem eine echte Festplatte, eine DVI-Buchse und ein WLAN-Modul; die Stromversorgung erfolgt über ein externes Netzteil. Das Gehäuse ist in mehreren Farben erhältlich. Die Eee Box soll im vieren Quartal lieferbar sein, ein Preis steht noch nicht fest. (jow)