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Viereinhalb Jahre Haft für eBay-Betrüger

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Ein Internetbetrüger ist am Mittwoch vom Heidelberger Landgericht zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es nach Angaben eines Sprechers als erwiesen an, dass der 42-jährige Internet-Nutzer von Thailand aus seine Opfer um mehr als 130.000 Euro prellte. So hatte der Mann zwischen 2007 und 2010 über fiktive oder gekaperte Accounts auf Verkaufsportalen wie eBay Waren gegen Vorkasse oder Anzahlung angeboten – darunter Handys, Spielkonsolen und Weine. Ausgeliefert hat er aber nichts. Die Kunden überwiesen das Geld unter anderem aufs Konto einer Heidelberger Bank.

Der Verurteilte, der bereits mehrjährige Haftstrafen wegen Betrugs abgesessen hatte, war 2007 von Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) nach Thailand gezogen. Dort heiratete er auch. Nachdem ihm die deutschen Behörden auf die Schliche gekommen waren, wurde er schließlich auf einem Flughafen in Thailand festgenommen. Während des Prozesses hatte er nach Angaben des Gerichtssprechers versucht, seine Rolle bei den Taten kleinzureden und sich als Handlanger hinzustellen. Verurteilt wurde er für rund 320 Fälle des Betrugs und der Urkundenfälschung, teilweise gewerbs- und bandenmäßig begangen. (uma)