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Vietnamesische Online-Spieler sollen nachts offline gehen

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Internet Service Provider (ISP) in Vietnam müssen ab dem 3. März dafür sorgen, dass zwischen 22 Uhr und 8 Uhr keine Online-Spiele möglich sind. Das berichtet die englischsprachige Tageszeitung Viet Nam News. Das vietnamesiche Informations- und Kommunikationsministerium hatte die ISP bereits Mitte Februar auf die bevorstehende Richtlinie hingewiesen. ISP, die der Anordnung nicht folgen, können ihre Lizenz verlieren. Die Durchführung der Anordnung werde von den örtlichen Behörden überprüft.

Die vietnamesische Regierung will laut dem Bericht die "Nebenwirkungen" des Online-Spielens lindern. Der stellvertretende Informations- und Kommunikationsminister Le Nam Thang sagte, das "Internet-Management" solle so verbessert werden, dass der Informationsbedarf gedeckt und Sicherheit gewährleistet werde, ohne Minderjährige zu gefährden. Die Regierung hatte seit September 2010 mit der Möglichkeit der vorübergehenden Sperrung von Internetzugängen experimentiert. Die nun ergangene Anordnung soll noch in diesem Jahr überprüft werden.

Welche "Nebenwirkungen" Online-Spiele verursachen sollen, geht aus dem Bericht nicht hervor, auch nicht, welche Spiele konkret betroffen sind. Im Nachbarland China, in dem ebenfalls ein kritisches Auge auf die Spiele geworfen wird, geht es dabei unter anderem um die "ethische Unversehrtheit" von Minderjährigen. Aus China wurde im August berichtet, dass Spiele-Entwickler technisch dafür sorgen sollen, dass Minderjährige nur eine begrenzte Zeit spielen können, um sie vor Spielsucht zu schützen. (anw)