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Virgin-Galactic-Tochter VOX Space soll Militärsatelliten starten

Die private Raumfahrtgruppe Virgin Galactic hat einen Auftrag der US-Militärs an Land gezogen: Die Tochterfirma VOX Space soll 2019 kleine Satelliten in eine Umlaufbahn bringen.

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Zeichnung einer weißen Boeing 747 und darunter einer gerade ausgeklinkten Rakete

(Bild: Virgin Orbit)

Die Virgin-Galactic-Gruppe soll in absehbarer Zeit kleine experimentelle Satelliten für die US-Luftwaffe ins All schießen. Den entsprechenden Auftrag hat die neue Firma VOX Space vergangene Woche bekanntgegeben. VOX Space wurde speziell für militärische Aufträge gegründet. Sie ist eine Tochterfirma Virgin Orbits, die wiederum eine Tochter Virgin Galactics ist.

Das Logo der neuen Firma VOX Space

(Bild: VOX Space)

Virgin Galactic wurde für den Plan bekannt, ab 2007 kommerzielle Touristenflüge ins All durchzuführen. Daraus wurde bislang nichts, obwohl schon hunderte Tickets verkauft wurden. Firmengründer Richard Branson hofft nun auf die ersten Touristenflüge 2018.

Virgin Orbit plant unterdessen, eine Rakete namens LauncherOne an die Unterseite des Flügels einer adaptierten Boeing 747 zu hängen. Das Flugzeug soll damit auf etwa 35.000 Fuß Höhe fliegen und von dort aus die Rakete abfeuern. Damit sollen kleine Satelliten (maximal 500 Kilogramm Nutzlast) in einen erdnahen Orbit (LEO) gebracht werden. Für eine sonnensynchrone Umlaufbahn beträgt die maximale Nutzlast den Plänen zufolge 300 Kilogramm.



Im Regelbetrieb möchte Virgin Orbit die Zeitspanne zwischen Vertragsunterzeichnung und Start auf ein Jahr drücken. Bislang wurde das System aber noch nicht erprobt. Der Start im Auftrag des US-Militärs soll vielleicht schon im Januar 2019 erfolgen. Er wäre Teil des Space Test Program der Luftwaffe. Wie viel VOX Space dafür bekommt ist nicht bekannt. Noch nicht festgelegt ist, welche experimentellen Satelliten an Bord sein werden. (ds)

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