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Virtual-Reality-Film soll Erinnerung an aussterbendes Breitmaulnashorn bewahren

Seit langem versuchen Dokumentarfilmer, mit Werken über gefährdete Tierarten zumindest die Erinnerung an sie nicht aussterben zu lassen. Ein US-amerikanisch-niederländisches Filmemacher-Paar versucht sich jetzt an einer modernen Version dieser Arbeit.

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(Bild: Ted / Flickr / cc-by-sa-2.0)

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Im Zoo von San Diego arbeiten Wissenschaftler daran, mit Hilfe von aus Hautproben gewonnenen Stammzellen eine neue Generation des Nördlichen Breitmaulnashorns zu züchten, das mit nur noch vier lebenden Exemplaren vor dem Aussterben steht. Gleichzeitig dreht ein Filmemacher-Paar einen neuartigen Film, der mit Techniken für virtuelle Realität (VR) zumindest die Erinnerung an diese Tiere lebhaft bewahren soll. Das berichtet Technology Review online in "Arten retten mit virtueller Realität".

Das Projekt The Ark von Kel O'Neill und Eline Jongsma, einem US-amerikanisch-niederländischen Filmemacher-Paar, ist ein VR-Dokumentarfilm über das Leben der vier letzten Nördlichen Breitmaulnashörner sowie über die Wissenschaftler und Wildschützer, die sich eine halbe Welt voneinander entfernt für diese Kreaturen einsetzen. Natur-Dokumentarfilmer filmen schon seit Jahrzehnten vor dem Aussterben stehende Tiere, um die Erinnerung an sie zu bewahren. Mit dem Arc-Projekt ist sozusagen die nächste Evolutionsstufe dieser Bemühungen erreicht.

Noch allerdings steckt die Produktion von VR-Filmen in den Kinderschuhen, so dass O'Neill und Jongsma erst einmal die technischen Prozesse dafür verbessern müssen. Das Projekt ist das erste dieser Art für das Paar, das seit 2006 Dokumentarfilme dreht. Das bedeutet eine steile Lernkurve: "Es gibt jetzt kein 'hinter der Kamera' mehr", sagt Jongsma. "Heute muss es eher 'um die Kamera herum' heißen. Man muss viel verstecken und vieles in langen Aufnahmen ohne Eingriffe laufen lassen."

(sma)