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VirtualBox 2.1 mit 3D-Grafik

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Sun hat die Version 2.1 des freien Virtualisierers VirtualBox freigegeben. Die Software nutzt jetzt die Virtualisierungsunterstützung neuerer AMD- und Intel-Prozessoren auch unter Mac OS X und unterstützt die neuen Virtualisierungsfunktionen in Intels Nehalem-Prozessor wie die Virtualisierung von Speichertabellen (nested page tables) und das schnellere Umschalten zwischen virtueller Maschine und Hypervisor.

Die Disk-Image-Formate VMDK (VMware) und VHD (Microsoft) werden jetzt vollständig unterstützt; so ist es beispielweise möglich, Snapshots anzulegen. Die Netzwerkanbindung virtueller Maschinen über Network Address Translation (NAT) auf dem Host soll schneller geworden sein, das direkte Einbinden virtueller Maschinen ins LAN via Bridge leichter aufzusetzen sein. Noch experimentell sind die Unterstützung von 64-Bit-Gastsystemen auf 32-Bit-Hosts und 3D-beschleunigte Grafik im Gastsystem via OpenGL.

VirtualBox steht zum Download für Windows-, Mac-OS-X-, Linux- und Solaris-Hosts bereit. Der Virtualisierer unterstützt zahlreiche Gastsysteme. Die Software steht in einer GPL-lizenzierten Open-Source-Variante (OSE) und einer um einige Features erweiterten, für den privaten Einsatz kostenlosen, kommerziell lizenzierten Version zur Verfügung.

VirtualBox-Hersteller Innotek hatte die bis dahin nur im Projektgeschäft eingesetzte Virtualisierungslösung Anfang 2007 als Open Source freigegeben. Ein Jahr später übernahm Sun den deutschen Software-Hersteller und pflegt VirtualBox seitdem weiter.

Siehe dazu auch:

(odi)