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Gartenplanung: Schönere Gärten durch Virtual Reality

Mit Hilfe von Virtual Reality, Augmented Reality und 3D-Planung sollen Gärten und Landschaften noch schöner gestaltet werden können.

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Im Landschafts- und Gartenbau werden auch VR-Brillen eingesetzt.

(Bild: Mike_shots/Shutterstock.com)

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Digitalisierung nimmt auch im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) einen immer größeren Stellenwert ein. "Gerade bei der Neugestaltung und -anlage eines Gartens werden die visuellen Medien immer wichtiger, damit die Kunden ihren Garten erleben können", teilte der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch in der Baustellenabwicklung sei die digitale Vermessung und Aufzeichnung bereits ein bewährtes Instrument. "Wir gehen davon aus, dass die Digitalisierung unseren GaLaBau-Unternehmen neue Märkte erschließt und die Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet."

"Digitalisierung ist nicht neu und hat schon in den 1970er Jahren Einzug in die Industrie gehalten, aber mit dem Internet der Dinge gibt es nun wieder Veränderung, sodass man von einem GalaBau 4.0 sprechen kann", sagte Lucas Winkler, Referent beim Thüringer Garten- und Landschaftsbautag, am Mittwoch in Erfurt.

Während manche Aspekte wie etwa digitale und vernetzte Notizbücher bereits zum Alltag gehörten, würden andere Techniken bisher meist nur bei Großaufträgen eingesetzt. "Auch mit 3D-Planung und Virtual Reality wird schon gearbeitet, aber das ist sehr aufwendig, daher lohnt es sich für Betriebe meist erst ab einem bestimmten Auftragsvolumen."

In erster Linie kämen solche Hilfsmittel bei Privatkunden zum Einsatz, denn bei öffentlichen Ausschreibungen etwa von Kommunen seien die Pläne meist schon klar. Mit Hilfe von Virtual Reality-Brillen könnten sich Kunden ein Bild davon machen, wie ihr Garten später aussehen könne. Ähnliches gelte für Modelle der Augmented Reality. Dabei reiche schon ein Tablet oder ein Smartphone, um virtuelle Bäume, Hecken und andere Elemente in einem Garten übers Display sichtbar zu machen.

Auch vernetzte Arbeitsmaschinen könnten Daten senden, aus denen ersichtlich wird, wann eine Wartung fällig werde. Beim Baggern könne eine virtuelle 3D-Maschinensteuerung die Präzision erhöhen und Arbeitsschritte ersparen, so Winkler.

Nach Angaben des Thüringer Landesamts für Landwirtschaft und Ländlichen Raum befindet sich die Branche aktuell in einer guten Lage. Im Vergleich zu noch vor einigen Jahren zählten die Betriebe inzwischen nicht nur vor allem die öffentliche Hand, sondern auch viele Privatleute zu ihren Kunden. Die Auftragsbücher füllten sich aber auch aus anderen Gründen: So sei das Bewusstsein für veränderte klimatische Verhältnisse gestiegen, sagte ein Sprecher. Das äußere sich etwa durch mehr Begrünung in den Städten. (olb)