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Virtuelles Training für Herzchirurgen

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Einen Trainingssimulator für die Einführung von Kathetern in das menschliche Herz zeigt das Institute for Computational Medicine der Universität Mannheim auf der CeBIT (Halle 16, Stand B35). Die dünnen Drähte werden beispielsweise in das Herz eingeführt, um verengte Gefäße wieder zu erweitern – die Position des Katheters kontrolliert der Arzt dabei mit Hilfe von Röntgengeräten, die, von einem Steuerpult aus positioniert, das Herz aus verschiedenen "Blickwinkeln" durchleuchten. Bei dem Eingriff muss der Mediziner äußerst vorsichtig vorgehen, um nicht versehentlich eine Ader zu durchstoßen.

Um solche Eingriffe zur Ausbildung junger Mediziner zu simulieren, haben die Wissenschaftler die Signale eines solchen Steuergerätes abgegriffen und generieren aus gespeicherten Röntgenbildern die virtuelle Ansicht des Herzens. Die Position des Katheters wird – ähnlich wie bei einer Computermaus – über zwei Rädchen ausgelesen. In weiteren Ausbaustufen wollen die Wissenschaftler das Herz auch schlagen lassen und ein taktiles Feedback einbauen. Sollte der Katheter dann auf eine "virtuelle Aderwand" stoßen, soll sich der Widerstand erhöhen. (wst)