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Vista-Aktivierung ausgehebelt

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In Tauschbörsen kursiert ein Softwarepaket, mit dessen Hilfe sich jede Vista-Installation dauerhaft aktivieren lässt. Ein so freigeschaltetes Vista läuft zeitlich unbegrenzt und besteht derzeit sogar die WGA-Prüfung. Die Cracker nutzen ein Schlupfloch in Vistas Lizenzierungsmodell: PC-Herstellern stellt Microsoft Generalschlüssel für die Installation bereit, die an die PC-Hardware gebunden sind. Wie c't im Rahmen des Notebooktests in Ausgabe 6/07 feststellte, bleiben diese Generalschlüssel entgegen ursprünglicher Annahmen bei der Auslieferung der PCs im System und werden nicht durch individualisierte Schlüssel ersetzt.

Mit dem "System Locked Preinstallation 2.0" getauften Verfahren kann ein Hersteller auf kompletten PC-Serien dasselbe Vista-Image aufspielen, ohne dass seine Kunden das Betriebssystem nach dem Auspacken aktivieren müssten. Wenn man Vista mit einem solchen OEM-Schlüssel bestückt, überprüft das Betriebssystem, ob im BIOS des PC von Microsoft signierte Lizenzinformationen hinterlegt sind, die zu dem verwendeten Schlüssel passen.

Das kursierende Software-Paket enthält einen Treiber, der die BIOS-Zugriffe umlenkt und dem Betriebssystem die zum Schlüssel passenden Lizenzinformationen zurückliefert. Sobald der Treiber aktiv ist, wähnt sich Vista, auf der OEM-Hardware des betreffenden PC-Herstellers zu laufen. Dann genügt es, Vista die im Paket enthaltene Signaturdatei und den zugehörigen Schlüssel unterzuschieben, um das Betriebssystem freizuschalten.

Zur Vista-Aktivierung und zur WGA-Echtheitsüberprüfung siehe auch: