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Vodafone: Funkanschlüsse mit 300 MBit/s fürs Firmennetz

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Der Netzbetreiber Vodafone will mit seinem neuen Richtfunk-Angebot auf Basis der WLL-Technik (Wireless Local Loop) Geschäftskunden eine kostengünstige Alternative für schnelle Datenanschlüsse bieten. Vodafone greift auf WLL zurück, um so auch Unternehmensstandorte ohne Festnetz-Infrastruktur an das eigene Glasfasernetz anzukoppeln. Über die Luftschnittstelle würden bis zu 300 MBit/s geliefert.

Unternehmen, die bereits über schnelle Festnetzanschlüsse verfügen, lockt Vodafone mit seinem WLL-Angebot für Back-Up-Zwecke, falls die Hauptleitung ausfällt. Nach eigenen Angaben verfügt Vodafone über Deutschlands größte Richtfunkinfrastruktur und bietet das Produkt bundesweit an.

"Damit erweitern wir unser Standard-Portfolio für Breitbandanschlüsse um eine zusätzliche Variante. So können wir Kunden, die wir bisher nicht erreichen konnten, ein attraktives Angebot machen“, erläutert Philip Lacor, Vodafones Geschäftsführer für das Firmenkundengeschäft. Die WLL-Technik ersetzt den herkömmlichen Festnetzanschluss durch eine Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen einer Basisstation und dem Kundenstandort. Für den Anschluss ist also eine Richtfunkantenne auf dem Gebäude des Kunden erforderlich, die Sichtverbindung zur Basisstation von Vodafone hat (Line Of Sight).

Als Mindestbandbreite gibt Vodavon 2 MBit/s an; die tatsächliche Geschwindigkeit hängt vom Tarif und den Übertragungsbedingungen ab. Auf Nachfrage gibt Vodafone an, für die Übertragung die von der Bundesnetzagentur zugewiesenen Frequenzbereiche im Gigahertz-Bereich zu nutzen (4, 6, 7, 13, 15, 18, 23, 26, 28, 31, 32, 38, 42, 52, 55, 58 und 71 bis 76 sowie 81 bis 86 GHz).

Die Spektren sind 7, 14, 28 oder 56 MHz breit. Zur Einführung verlangt das Unternehmen ein bandbreitenunabhängiges Nutzungsentgelt für den Richtfunk in Höhe von 224,91 Euro Euro monatlich. Die einmaligen Einrichtungskosten betragen 4.403 Euro. Hinzu kommen monatliche Kosten entsprechend der gewählten Übertragungsgeschwindigkeit und den darauf gebuchten Diensten (zum Beispiel CompanyNet, Ethernet Business Services oder Internet Connect). Kundenseitig wird je nach Dienst ein WLL-Umsetzer eingerichtet, der über seine LAN-Anschlüsse das Netz des Unternehmens ans Internet ankoppelt. (dz)