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Vodafone: Mit 5G, Kabel und Glasfaser ins Gigabit-Zeitalter

Cebit
Vodafone: Mit 5G, Kabel und Glasfaser ins Gigabit-Zeitalter

Beim Glasfaser-Ausbau auf dem Land kommt auch das Nano-Trenching-Verfahren zum Einsatz, sagt Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter.

(Bild: Vodafone)

Der Anbieter baut seine Netzinfrastruktur zu Lande und in der Luft weiter aus und will zunehmend Gigabit-Geschwindigkeiten anbieten.

Vodafone will seine Netze großflächig für Gigabit-Geschwindigkeiten rüsten. Mit einem Mix aus TV-Kabel, Glasfaser und Mobilfunk sollen noch im laufenden Geschäftsjahr (Ende: März 2019) zahlreiche Städte mit Gigabit-Internet versorgt werden. „Wir bauen aus“, sagte Deutschlandchef Hannes Ametsreiter am Montag auf der Cebit in Hannover. „2018 zünden wir die erste Ausbaustufe. In den nächsten neun Monaten bringen wir 20 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ans Gigabit.“

Dafür baut Vodafone seine Kabel-Infrastruktur im eigenen Verbreitungsgebiet mit Docsis 3.1 aus. Insgesamt 8 Millionen Haushalte sollen in den nächsten Monaten Zugang zu Gigabit-Geschwindigkeiten erhalten. Mehr als 70 Städte werden damit zu Gigabit-Städten, darunter auch die Großstädte München und Hamburg. Den Anfang sollen „in Kürze“ Nürnberg, Landshut und Dingolfing machen.

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia, den Vodafone übernehmen will, hat mit Bochum und Frankfurt bereits erste deutsche Städte ins Gigabit-Zeitalter gebracht. Durch den Zusammenschluss mit Unitymedia sollen im Jahr 2022 rund 25 Millionen Haushalte und 50 Millionen Menschen Zugang zu Gigabit-Anschlüssen erhalten, heißt es bei Vodafone.

Auch den Glasfaserausbau treibt Vodafone voran. Im Laufe des Geschäftsjahres sollen rund 7000 Unternehmen Zugang zur Glasfaser-Anschlüssen bekommen. Für zahlreiche Kommunen und Landkreisen bietet das Unternehmen überdies ein Betreibermodell an: die Gemeinden bauen das Netz und verpachten es an Vodafone als Betreiber. „Gemeinsam haben Kabel und Glasfaser die Kraft, Deutschland zur Gigabit-Nation zu machen“, erklärte Ametsreiter.

Darüber hinaus rüstet Vodafone das eigene Mobilfunknetz weiter auf. Im September sollen Düsseldorf und Frankfurt die ersten beiden Städte mit Gigabit-Mobilfunk werden. Vodafone setzt dabei auf den aktuellen LTE-Standard [1]. Dank neuester Technik sind theoretisch Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s drin. In der Praxis seien rund 700 Mbit/s in der Fläche realistisch, meint der Netzbetreiber.

Parallel will Vodafone das LTE-Netz entlang der Autobahnen und Bahngleise sowie auf Flughäfen ausbauen. Bis zum Ende des kommenden Jahres will der Netzbetreiber LTE flächendeckend auf dem 13.000 Kilometer umfassenden Autobahnnetz und entlang der ICE-Hauptstrecken anbieten. Auf dem Land setzt Vodafone überdies neue 5G-Technik ein. In 50 Orten soll mit sogenanntem Beamforming die Leistung der Antennen dem jeweiligen örtlichen Bedarf angepasst werden [2]. Das geht mit 8×8-Antennenarrays an den Basisstationen. (vbr [3])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4077102

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Vodafone-baut-Gigabit-Mobilfunknetze-ohne-5G-3862070.html
[2] https://www.heise.de/ct/ausgabe/2018-12-Vodafone-richtet-5G-Prueflabor-in-Duesseldorf-ein-4056628.html
[3] mailto:vbr@ct.de