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Vodafone: Schmalbandnetz für das Internet der Dinge steht

Der Mobilfunknetzbetreiber hat rund 90 Prozent seiner LTE-Standorte mit Narrowband-IoT ausgerüstet.

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Vodafone: Schmalbandnetz für das Internet der Dinge steht

Anwendungsfall IoT: Der dank Sensor "smarte" Mülleimer meldet, wenn er voll ist.

(Bild: Vodafone)

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Vodafone hat den Ausbau seines landesweiten Schmalbandnetzes für das Internet of Things (IoT) abgeschlossen. Rund ein halbes Jahr nach dem Beginn der Arbeiten im März sei das Netz nun in mehreren tausend Städten und Gemeinden in Betrieb, teilte Vodafone am Freitag in Düsseldorf mit. Das Schmalbandnetz, das der Anbieter “Maschinennetz” nennt, stehe an etwa 90 Prozent der LTE-Standorte bereit.

Narrowband-IoT

Für sein Maschinennetz nutzt Vodafone den Narrowband-IoT-Standard, der von der Standardisierungsorganisation 3GPP als Teil des LTE-Standards spezifiziert wurde. Bei Narrowband-IoT funken die angeschlossenen Empfänger in einem nur 180 kHz schmalen Band, das auf einem LTE-Träger oder im Schutzband zwischen Uplink und Downlink liegt. Der Fokus liegt dabei mehr auf robuster Verfügbarkeit, hohem Gebäudedurchsatz und geringem Energiebedarf als auf hohen Datenraten. Eine LTE-Zelle könne mit dieser Technik bis zu 50.000 Gegenstände oder Sensoren parallel aufnehmen, hieß es bei Vodafone weiter. In dem neuen Netz könnten so “theoretisch bis zu 4 Milliarden Geräte gleichzeitig funken”.

Das Netz steht für Anwendungen in verschiedenen Branchen zur Verfügung. Zum Beispiel kann die Logistikbranche einzelne Sendungen oder Container rund um die Uhr verfolgen. Auch die intelligente Parkraumbewirtschaftung oder die Anbindung smarter Stromzähler ist über so ein Netz möglich. “Das Maschinennetz ist ein zentrales Standbein für die digitale Revolution und ein wichtiger Schritt zu 5G”, sagte Vodafones Deutschlandchef Hannes Ametsreiter. “Der schnelle Ausbau in ganz Deutschland eröffnet unserer Industrie und unseren Städten neue digitale Möglichkeiten“, so Ametsreiter.

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Kunde Deutsche Bahn

Zu den ersten Kunden gehören die Deutsche Bahn sowie der japanische Elektronik-Hersteller Panasonic. Die Bahn nutzt das Internet der Dinge von Vodafone etwa für das Management von Arbeitsräumen an seinen verschiedenen Standorten, Panasonic will seine Smart-Home-Anwendungen über das Netz energieeffizient verbinden. Für kleine und mittelständische Firmen kündigte Vodafone zudem mit dem “IoT Tracker” eine Plattform an, über die die verbundenen Geräte oder Gegenstände auf einer einheitlichen Oberfläche übersichtlich gemanagt werden können.

Neben dem Ausbau in Deutschland investiert Vodafone weltweit in Schmalbandnetze für das Internet der Dinge. In Australien und Südafrika sowie zahlreichen europäischen Ländern und der Türkei hat Vodafone bereits IoT-Netze in Betrieb genommen. Bis Ende des Jahres 2019 soll das nach Unternehmensangaben “weltweit größte Narrowband IoT-Netzwerk” in zehn europäischen Ländern funken. Großbritannien, Rumänien und Ungarn sollen demnächst folgen. Auch die Telekom baut ihr Narrowband für die industrielle Nutzung aus, konzentrierte sich dabei bislang aber vor allem auf große Ballungsgebiete. (Mit Material der dpa) / (vbr)

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