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Vodafone bringt Eco-Rating für Smartphones

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Ein schadstoffarm und unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen hergestelltes Smartphone gibt es noch nicht, das beweisen nicht nur die immer wiederkehrenden Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen und sogar Suizide in den chinesischen Smartphone-Fabriken, sondern auch die Versuche der Fairphone-Produzenten, ein solches Modell doch zu bauen.

Vodafone will seinen deutschen Kunden nun immerhin die Möglichkeit geben, sich bei der Auswahl eines Gerätes aus dem Portfolio des Prooviders ein möglichst nachhaltiges Produkt auszuwählen. Dazu bringt das Unternehmen ein Nachhaltigkeits-Ranking, in dem aus mehr als 200 Einzelaspekten eine Gesamtnote zwischen 1 und 5 errechnet wird. Es soll ab Juni – ein genaues Datum nennt Vodafone nicht – in allen Vodafone-Shops und auf der Webseite des Unternehmens einsehbar sein.

Das "Vodafone Eco-Rating" soll die die Auswirkungen des Handys auf Umwelt und Gesellschaft zusammenfassen. Es berücksichtigt nach Unternehmensangaben Aspekte wie den CO2-Fußabdruck oder wie Rohstoffe im Herstellungsprozess verbraucht werden; hinzu kommen Bewertungen für soziale Aspekte, etwa Bewertungen für Arbeitsbedingungen oder für die Anti-Korruptionsregeln der Hersteller. Vodafone erhebt diese Informationen nicht selbst, sondern bekommt sie von den Herstellern. Der Mobilfunk-Provider fragt auch nach Informationen zum Lebenszyklus der Geräte und dem Kundenfeedback zu den Geräten. Zudem fließen Informationen internationaler Nachhaltigkeitsinitiativen der Elektronikindustrie und Richtlinien von Umweltorganisationen in das Rating ein. Die Berechnung des Eco-Ratings übernehmen unabhängige Experten.

Laut Vodafone wurde das Rating von den internationalen Prüfungsgesellschaften Bureau Veritas und SKM Enviros entwickelt. Ursprünglich hatte die niederländische Vodafone-Vertretung das Eco-Rating 2011 eingeführt, Vodafone Deutschland ist den Angaben zufolge das zehnte Land, in dem der Konzern diese Informationen bereitstellt.

Siehe dazu im c't-Blog:

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