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Vodafone hält Milliardenabschreibungen für normalen Vorgang

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Der Mobilfunkonzern Vodafone hat seine umstrittenen Milliarden-Abschreibungen verteidigt. Das sei ein "ganz normaler und bei vielen deutschen Unternehmen üblicher Vorgang", sagte der Leiter der Berliner Vodafone-Repräsentanz, Maximilian Schöberl, dem Tagesspiegel am Sonntag. Vodafone hatte nach der Übernahme des Telekommunikationskonzerns Mannesmann im Jahr 2000 eine Wertminderung von 50 Milliarden Euro steuerlich geltend gemacht. Dies hatte in den vergangenen Tagen scharfe Kritik ausgelöst.

"Die Bewertung der von uns gehaltenen Mannesmann-Aktien haben wir nicht alleine oder willkürlich vorgenommen, sondern durch externe Wirtschaftsprüfer anhand anerkannter Bewertungsmethoden ermitteln lassen", erläuterte Schöberl der Zeitung. Der Abschreibungsbedarf sei bereits im Frühjahr 2002 dem Finanzamt offen und transparent im Rahmen der Steuererklärung für das Jahr 2001 mitgeteilt worden. Die Abschreibung sei "gesetzlich sogar zwingend" gewesen. Vodafone gehe davon aus, dass in Kürze eine Betriebsprüfung stattfinde und das Finanzamt schnell entscheide. Erst am heutigen Samstag Morgen war bekannt geworden, dass das Bundesfinanzministerium offenbar auf die Prüfung der geplanten Abschreibungen drängt. (dpa) (hob)