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Vodafone schaltet Voice over LTE frei

Vodafone hat als erster deutscher Netzbetreiber sein LTE-Netz für Telefonate per Voice over LTE freigeschaltet.

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(Bild: dpa, Gambarini Federico)

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Ab sofort kann das LTE-Netz von Vodafone auch Telefonate per Voice over LTE (VoLTE) vermitteln. Bislang mussten LTE-Geräte zur Annahme oder zum Absetzen eines Telefonats vom LTE- stets ins UMTS- oder GSM-Netz wechseln. Da LTE ein All-IP-Netz ist, lassen sich VoIP-Telefonate per LTE besonders schnell vermitteln, Vodafone spricht von einer Rufaufbauzeit von zwei Sekunden gegenüber derzeit sieben Sekunden in den konventionellen Mobilfunknetzen.

Die eingesetzten Smartphones müssen in der Lage sein, VoLTE-Verbindungen abzuwickeln; Vodafone will in Kürze VoLTE-fähige Smartphones anbieten. Zahlreiche Modelle von Samsung, Sony und HTC können über ein Firmware-Upgrade VoLTE-tauglich gemacht werden. Laut Vodafone spart der Einsatz der VoLTE-Technik in den Basisstationen bis zu 30 Prozent Energie und sorgt auch für längere Laufzeiten der Smartphones.

VoLTE ermöglicht den Einsatz moderner Sprachcodecs wie AMR-WB (G.722.2). Damit lassen sich bis zu 7 kHz breite Audiosignale (HD-Voice) übertragen. Das klappt allerdings nur, wenn auch die Gegenstelle sowie alle Vermittlungseinheiten und Netzübergabepunkte, über die das Gespräch läuft, HD-Voice beherrschen. Bei Telefonaten zwischen den Mobilfunknetzen und dem Festnetz ist zusätzlich eine Codec-Wandlung erforderlich, da im Festnetz nicht der Codec G722.2, sondern der trotz der ähnlichen Bezeichnung technisch vollkommen verschiedene Standard G.722 zum Einsatz kommt. Derzeit mangelt es vielerorts noch an HD-Voice-fähigen Gateways zwischen den Netzbetreibern. (uma)