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Cebit

Vodafone startet mit LTE-Ausbau in den Stadtstaaten

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Der Mobilfunkbetreiber Vodafone will das LTE-Mobilfunknetz noch in diesem Jahr in den deutschen Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen starten. Bis Ende 2011 sollen alle weißen Flecken verschwunden sein, gab das Unternehmen im Umfeld der CeBIT in Hannover bekannt. Dann könnte das LTE-Netzwerk auch in Großstädten wie München oder Frankfurt aufgebaut werden.

Bei der Versteigerung der nicht mehr benötigten Frequenzen des Analog-TVs ("digitale Dividende") für die LTE-Nutzung hatte die Regulierungsbehörden den Providern auferlegt, zunächst je Bundesland die Gegenden in Deutschland mit der schnellen Mobilfunkverbindung zu versorgen, die bislang überhaupt keine Möglichkeiten hatten, an das Breitband-Internet angeschlossen zu werden. Die Telekommunikationsunternehmen suchen nun nach einem Weg, mit LTE in die Großstädte zu kommen, wo deutlich mehr potenzielle Kunden zu finden sind. Mit LTE sind theoretisch Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s möglich. In der Realität wird sich diese Geschwindigkeit jedoch bei Werten um 3 MBit/s einpendeln.

Vodafone hob auf der CeBIT den Erfolg der Geschäftskundensparte hervor. Inzwischen erwirtschafte das Unternehmen ein Drittel seines Umsatzes in diesem Bereich. Im jüngsten Quartal habe die Business- Sparte ein Umsatzplus von 3,9 Prozent aufgewiesen. Vodafone Deutschland setzt im Jahr rund 9 Milliarden Euro und beschäftigt 13.000 Mitarbeiter. Als Wachstumsmotor werde sich die Datenverbindung zwischen Maschinen (Machine-to-Machine, M2M) erweisen. Geldmacher verwies auf eine Studie von Gartner, wonach im Jahr 2020 rund 50 Milliarden Maschinen mit M2M vernetzt sein werden. M2M wird beispielsweise von der Taxi Berlin GmbH genutzt, um Standzeiten der Fahrzeuge zu verringern und die Taxis zu den Fahrgästen zu steuern. (anw)