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Vodafone stellt smarten Haustüröffner für Paketboten vor

Paketboten stehen vor verschlossener Haustür oder klingeln wild bei allen Mietern – das mit Barcode-Scanner ausgestattete Tür-System Cido soll sowas vermeiden.

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Vodafone stellt smarten Haustüröffner für Paketboten vor

(Bild: Vodafone/Uniberry)

Vodafone und das Hamburger Startup Uniberry haben ein vernetztes Türöffnungssystem für Paketboten präsentiert, das leichteren Zugang zu Mehrfamilienhäusern erlauben soll. Das Cido genannte Gerät hat einen Barcode-Scanner und wird mit der Klingelanlage und dem elektrischen Öffner der Haustür verbunden. Paketboten halten den Barcode auf dem Paket-Etikett an die Tür und bekommen nach positiv verlaufener Zugangskontrolle dann die Tür geöffnet.

Die vernetzte Anlage sendet die Daten aus den Barcode-Scans an eine Cloudplattform, die Sendungsdaten unterschiedlicher Paketdienstleister bündelt. Uniberry arbeitet dafür eigener Aussage nach mit großen Logistikunternehmen wie DHL, Hermes und DPD zusammen. Ist die Tür offen, kann der Bote dann je nach Vorgaben das Paket vor der Wohnungstür oder in einem bestimmten Bereich deponieren. Eine Benachrichtigung erfolgt über die Zustellfirmen.

Ebenfalls sind auch Zugänge für andere Dienstleister wie Putzkräfte möglich. Für die lassen sich dann temporäre oder dauerhafte Strichcodeschlüssel auf einem Onlineportal des Anbieters erzeugen und zum Beispiel per E-Mail aufs Smartphone schicken. Ebenso soll das Portal auch die Annullierung von Schlüsseln erlauben. Das soll nicht nur Hausverwaltungen möglich sein – auch Hausbewohner können sich dem Konzept von Cido zufolge auf der Plattform registrieren und dann etwa Freunden digitale Schlüssel zukommen lassen. Ebenfalls soll auch die Remote-Öffnung der Haustür durch die Hausverwaltung möglich sein.

Vodafone und Uniberry sind nicht die einzigen, die technische Lösungen für das Problem suchen, dass Boten vor verschlossener Tür stehen. Online-Händler Amazon geht mit seinem im Oktober 2017 vorgestellten System Amazon Key deutlich weiter: Paketboten können damit per App an der Wohnungstür Zugang anfordern. Die Anfrage wird auf Amazon-Servern geprüft, das smarte Schloss danach geöffnet. Vernetzte Kameras, die bei der Öffnung mit der Aufnahme beginnen, sollen sicherstellen, dass die Eingelassenen kein Schindluder in der Wohnung treiben. Amazon hat diesen Prime-Kunden vorbehaltenen Service inzwischen auch auf Garagen und Kofferräume erweitert. Bislang wird Amazon Key nur in den USA angeboten. (axk)