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Vodafone will bei Personalkosten sparen - auch durch Stellenabbau

Frei werdende Stellen nicht zu besetzen und den Einsatz externer Mitarbeiter einzuschränken reicht Vodafone als Einsparungen nicht.

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In den mehr als 600 Vodafone- und Unitymedia-Verkaufsstellen in NRW, Hessen und Baden-Württemberg wollen die Unternehmen ihre Kunden mit «Willkommens-Angeboten» für einen Wechsel animieren.

(Bild: dpa, Archiv)

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Vodafone will nach der Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia in den kommenden zwei Jahren Personalkosten von bis zu 135 Millionen Euro einsparen. Dabei sind auch Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Wie viele Jobs wegfallen könnten, stehe noch nicht fest. Zuvor hatten das Handelsblatt und die Rheinische Post berichtet.

Zum einen sollten frei werdende Stellen nicht wieder besetzt werden. Dadurch könne rund die Hälfte des Einsparziels gedeckt werden. Daneben werde der Einsatz von externen Kräften reduziert, ihre Aufgaben sollten an feste Mitarbeiter übertragen werden.

"Klar ist aber auch: Das wird nicht ausreichen. Wir werden auch Personal abbauen müssen, wie etwa im Falle redundanter Führungsstrukturen oder Doppelfunktionen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Dabei setze man wie in der Vergangenheit auf sozialverträgliche Lösungen.

Die EU-Kommission hatte im Sommer Vodafone die Übernahme von Unitymedia genehmigt. Dadurch verfügt das Düsseldorfer Unternehmen über ein bundesweites Kabelnetz. Vorher waren die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg weiße Flecken für den Konzern. Durch das geplante Sparprogramm will Vodafone auch Mittel für den Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes erwirtschaften. Zudem sind den Angaben zufolge Investitionen von einer Milliarde Euro in die IT-Infrastruktur von Vodafone geplant. (jk)