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Volkswagen feiert CodeFEST

Volkswagen hat den nach eigenen Angaben bislang größten Programmierwettbewerb der Autoindustrie veranstaltet und präsentierte in Hannover die Sieger.

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Volkswagen feiert CodeFEST

(Bild: Volkswagen AG)

Der Volkswagen-Konzern hatte im Vorfeld der CeBIT den Hackathon CodeFEST8 veranstaltet. Bei diesem Programmierwettbewerb, konnten Teilnehmer an acht Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Ideen zum Thema Mobilität der Zukunft umsetzen. Dabei kristallisierten sich einige Themen heraus, wie Carsharing, das Einbeziehen von Wearables oder Gamification. Betreuer von VW halfen den Teilnehmern, wenn wie etwa Zugang zu Daten der Fahrzeuge benötigten. An jeder Uni wurden zwei Teams ausgewählt, die zur CeBIT reisen durften. Dort haben sie ihre Lösungen präsentiert; die besten wurden mit insgesamt 25.000 Euro prämiert.

Dabei taten sich die Juroren sehr schwer und beschlossen, gleich vier dritte Plätze zu vergeben. Das Berliner Team moodcontrol hat eine Stimmanalyse entwickelt, die erkennen soll, ob der Fahrer müde oder gestresst ist. Abhängig davon steuert es dann die Musikauswahl oder die Innenbeleuchtung. In Extremfällen seien sogar Eingriffe wie eine geänderte Gaspedalkennlinie denkbar, um das Unfallrisiko zu senken. Das Team iShare aus Aachen hat ein Zugangssystem entwickelt, die einfach über die Diagnoseschnittstelle mit dem Fahrzeug verbunden wird. Statt aufwendiger Umbauten und Magnetkarten reicht eine Handy-App, um sich beim Carsharing für ein Fahrzeug zu registrieren und damit loszufahren.

Nicht den ganz großen Erfolg aber viel Spaß hatte das Team TrackSation in Hannover. Die Münchner brachten einen Prototypen mit, der die Außenspiegel automatisch und in Echtzeit auf den Blickwinkel des Fahrers einstellt.

(Bild: Volkswagen AG)

Die Mitglieder von Zoidberg aus Dresden sind durch die hohen Unfallzahlen bei Fahranfängern angeregt worden. Sie haben eine App entwickelt, die vorsichtiges Fahrverhalten lobt. So gibt es Belohnungspunkte, wenn bei einer Autobahnfahrt der Abstandswarner nicht zu oft anschlägt. Spielerische Elemente wie Ranglisten oder Level-Aufstiege sollen dabei motivieren. Der vierte dritte Platz ging an Immediad aus Zürich. Ihre Idee erweitert das geplante Notrufsystem eCall. Daran stört die Schweizer, dass ein Rettungswagen nach einem automatischen Notruf 10 bis 20 Minuten bis zum Unfallort braucht. Sie schlagen vor, dass freiwillige Nothelfer sich registrieren und von einer App informiert werden, wenn sich in ihrer Nähe ein Unfall ereignet.

Den zweiten Platz des Programmierwettbewerbs belegte das Team behive aus München. Sie wollen Autofahrer im Stau exakt über die Situation informieren. Die Teilnehmer können sich durch Setzen des Warnblinkers mit dem System vernetzen, mit dem auch Rettungsdienste und Polizei verbunden sind. Es kann dann exakt erfassen, wie lang der Stau ist, wie schnell er sich auflöst und ob eine Rettungsgasse benötigt wird. Diese Informationen werden in den Fahrzeugen angezeigt.

Zum Sieger wurde das Team roadgenius aus Karlsruhe gekürt. Es hat eine Quiz-App entwickelt, kombiniert mit einer Online-Community für Kinder und Eltern. Das soll gegen die Langeweile auf Autofahrten helfen, die für den Fahrer zum Stress wird, wenn die Kinder quengeln. Die Fragen seien regionsbezogen und altersgerecht. Über eine Rangliste können sich Spieler vergleichen, eine Challenge-Funktion ermöglicht es, die Mitreisenden herauszufordern. Konzern IT-Chef Dr. Martin Hofmann erklärte, dass diese Lösung hervorragend zum familienfreundlichen Unternehmen Volkswagen passe. Er sehe gute Chancen, einige der Konzepte gemeinsam mit der Konzern IT und dem Marketing weiterzuentwickeln. (ad)

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