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Vollautomatisches Segelboot aus Österreich gewinnt Microtransat

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Roboat (Fotograf: Adrian Dabrowski)

Der vom österreichischen Verein InnoC entwickelte "Roboat" hat den ersten Microtransat-Wettbewerb gewonnen. Dabei mussten maximal drei Meter lange Segelboote vollautomatisch und autonom von Computern gesteuert einen vorgegebenen Kurs befahren. Veranstalter der Microtransat war die französische Luftfahrtuniversität ENSICA. Fernziel ist die Konstruktion von Segelbooten, die unbemannt und ohne äußere Eingriffe den Atlantik überqueren können. Besonderen Wert legte die Jury auf das Kreuzen, also das Segeln gegen den Wind.

Gemeldet hatten sich fünf Boote. Bei einem war jedoch die Navigation noch nicht ganz fertig, ein anderes kämpfte mit einem technischen Defekt sowie Steuerungsproblemen. Am Start waren dann neben dem österreichischen Roboat noch ein Wasserfahrzeug der ENSICA sowie eines der University of Wales. Nach eigenen Angaben zeigte InnoC als einziger Teilnehmer eine vollständig auf dem Boot ablaufende, erfolgreiche Steuerung und Navigation. Der Wind war an den beiden Wettbewerbstagen Donnerstag und Freitag gut 20 Knoten stark (etwas über 10 m/s).

InnoC ist ein Verein technikinteressierter junger Menschen, der auch die Robotchallenge veranstaltet. Im März hatten 50 Roboter an diesem Wettbewerb teilgenommen. Nach der Robotchallenge begannen die Mitglieder in ihrer Freizeit am eineinhalb Meter langen Roboat zu arbeiten. Die Wiener Schule HTL Spengergasse stellte dafür einen Raum zur Verfügung. Ein konventionelles Modellsegelboot wurde mit einem lüfterlosen Rechner (VIA Mini-ITX 600 MHz mit 1 GByte Flash Card unter Debian) und einer Reihe von PIC-Microprozessoren ausgestattet.

Nach dem Erfolg in Frankreich möchte das Team auch an der zweiten Microtransat im August 2007 teilnehmen. Dabei wird die Aufgabe eine Überfahrt über die Irische See sein. Entsprechend sucht InnoC nun Sponsoren. (Daniel AJ Sokolov) (ghi)

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