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Volle Kraft zurück: AMD will nun doch keine Windows-7-Treiber für Ryzen-Prozessoren anbieten

AMD vollzieht eine kommunikative Kehrtwende und erteilt Windows 7 nun doch eine Absage. Man habe Ryzen-Prozessoren zwar unter Windows 7 getestet, offiziellen Support und Treiber gebe es aber nur für Windows 10.

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Alternative Fakten: AMD will nun doch keine Windows-7-Treiber anbieten

AMDs kommunikative Kehrtwende: Ryzen-Treiber gibts nun doch nur für Windows 10.

Erst vor wenigen Tagen erklärte der Prozessorhersteller AMD gegenüber heise online, dass die kommende Prozessorgeneration Ryzen auch unter Windows 7 laufen solle und man Treiber für dieses Betriebssystem anbiete: "Yes, we have drivers for Windows 7", hieß es. Zuvor gab es aufgrund eines Reddit-Beitrages, der sich auf eine AMD-Partner-Veranstaltung bezog, nur Gerüchte. Völlig überraschend hat AMD seine Aussage nun revidiert und ein englischsprachiges Statement an heise online geschickt. Aus diesem geht hervor, dass man die Ryzen-Prozessoren zwar auch unter Windows 7 getestet habe, es Treiber und offiziellen Support jedoch nur für Windows 10 gebe.

Der genaue Wortlaut: "To achieve the highest confidence in the performance of our AMD Ryzen desktop processors (formerly codenamed “Summit Ridge”), AMD validated them across two different OS generations, Windows 7 and 10. However, only support and drivers for Windows 10 will be provided in AMD Ryzen desktop processor production parts."

Weshalb es zu dieser kommunikativen Kehrtwende AMDs gekommen ist, bleibt unklar. AMD war telefonisch bisher nicht zu erreichen und antwortete auch per Email nicht.

AMD will mit Ryzen wieder konkurrenzfähig werden und die jahrelange Intel-Dominanz bei Hauptprozessoren aufbrechen. Schon im März soll es die ersten Ryzen-Prozessoren zu kaufen geben – den Anfang macht ein Achtkernprozessor mit 16 Threads, der schneller als Intels 1000-Euro-Prozessor Core i7-6900K und dabei wesentlich günstiger sein soll. Gerüchten zufolge soll er rund 600 Euro kosten. In ersten AMD-Benchmarks überholte der Achtkerner den besagten Intel-Prozessor etwa beim Rendern in Blender und im Mehrspieler-Schlachtensimulator Battlefield 1. Unabhängige Benchmarks gibt es derweil noch nicht.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger "Excavator" führt Ryzen laut AMD 40 Prozent mehr Rechenoperationen pro Takt (IPC) aus und ist dabei noch sparsamer. Der "Precision Boost" genannte Turbo-Modus passt die Taktfrequenz der Prozessorkerne automatisch an die Lastsituation an – und zwar in feinen 25-MHz-Schritten.

AMD-Präsentation zum RyZen-Prozessor (24 Bilder)

(mfi)

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