Von Apple regnen Patente herab

33 Patentanträge aus dem Hause des IT-Unternehmens hat das US-amerikanische Patentamt am Donnerstag veröffentlicht.

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Von
  • Andreas Wilkens

Das US-amerikanische Patent- und Markenamt ist eine Fundgrube für Kuriositäten, umstrittene Erfindungen und einer der Beteiligten der jahrelangen Diskussionen um Softwarepatente. "Patentranglistenerster" IBM sieht durch die Anzahl angemeldeter Erfindungen seine besondere Innovationskraft bestätigt; andere betätigen sich als Auguren und versuchen in den Tiefen der neu veröffentlichten Anträge und Patente mögliche neue Produkte herauszulesen. Besonders gerne wird das anscheinend im Fall Apple gemacht, wie nun wieder an einem Bericht des britischen Register deutlich wird.

Demnach hat das US-Patentamt am Donnerstag 33 neue Patentanträge des kalifornischen Unternehmens veröffentlicht. Die Gesamtzahl der bisher in diesem Monat veröffentlichten Apple-Anträge summiere sich damit auf 55. Die Mehrheit der nun bekannt gewordenen 33 Anträge beziehe sich auf Techniken, die möglicherweise in Apples Smartphone oder im iPod touch eingesetzt werden könnten. Darunter befindet sich eine Technik zur Objekt- und eine zur Gesichtserkennung. Ein weiterer Antrag beschreibt eine Methode, bei der ein Anrufer eine Nachricht, die er auf einen Anrufbeantworter spricht, für sich selbst beispielsweise auf seinem iPhone aufzeichnen kann. Verkaufsfördernd für Apple und seine Partnerunternehmen könnte sich die Idee erweisen, Medienabspielgeräte mitsamt Inhalten zu verkaufen, die sich nach den Vorlieben des jeweiligen Käufers richten.

Ob diese Techniken tatsächlich irgendwann einmal auf einem Apple-Gerät zu finden sein werden, ist trotz der Patentanträge nicht gewährleistet. Beispielsweise hatten Apple-Techniker 2004 die Idee, ein "aktives Gehäuse" zum Patent anzumelden, das Ende 2008 auch gewährt wurde. Doch bislang ist das Unternehmen noch nicht mit Herstellern von Gehäusen und Zubehör von Case-Moddern in Konkurrenz getreten. "Gesten für berührungsempfindliche Eingabegeräte", die Apple seit 2004 (in der letztgültigen Fassung seit Oktober 2007) geschützt haben möchte, sind hingegen schon seit einiger Zeit möglich. (anw)