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Von Gates-Stiftung geförderte Forscher machen Fortschritte bei Pille für den Mann

Ein reversibles chemisches Verhütungsmittel für Männer dürfte auf große Nachfrage stoßen. Ernsthaft daran gearbeitet wird derzeit aber nur in nicht gewinnorientierten Laboren.

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Von Gates-Stiftung geförderte Forscher machen Fortschritte bei Pille für den Mann

Mit einem relativ niedrigen Betrag von 600.000 Dollar fördert die Bill and Melinda Gates Foundation die Suche nach einem neuartigen chemischen Verhütungsmittel für Männer. Noch ist kein heißer Kandidat für eine Pille für den Mann aufgetaucht, doch die beteiligten Labore machen Fortschritte, berichtet Technology Review online.

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Um die Suche nach der Männerpille wieder in Gang zu bringen, beginnt Martin Matzuk vom Center for Drug Discovery am Balyor College of Medicine mit Listen von Genen, die in den Testikeln von Mäusen aktiv sind, und züchtet dann Tiere, denen diese Gene fehlen. Diese dürfen sich paaren, und wenn ihre weiblichen Partner nach drei bis sechs Monaten nicht schwanger werden, bedeutet das, dass das ausgeschaltete Gen ein Ziel für ein Verhütungsmittel sein könnte. Der nächste Schritt soll ein neuartiges Screening-Verfahren sein, mit dem getestet wird, ob einer von rund 2 Milliarden chemischen Stoffen das Gen im Reagenzglas lahmlegen kann.

Auch ein Team um Paul Andrews, operativer Leiter des National Phenotypic Screening Centre an der britischen University of Dundee, profitiert von der Gates-Förderung. Die Forscher beobachten mit Kameras, wie schnell Spermien schwimmen, und die so genannte "Akrosomreaktion“, bei der Spermien eine hüllenartige Struktur ablegen, bevor sie in eine Eizelle eindringen. Laut Andrews könnte ein Medikament, das Spermien bewegungsunfähig macht oder diese Reaktion verhindert, ein guter Ausgangspunkt für ein Verhütungsmittel sein.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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