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Von Gleichheit und Mauthäuschen im Netz

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Die Auseinandersetzung über die Netzneutralität wird in den USA seit Längerem hitzig geführt. Großen US-Breitbandanbietern sowie einigen europäischen Carriern geht es darum, für den Aufbau ihrer Hochgeschwindigkeitsnetze Inhalteanbieter für die zugesicherte oder besonders rasche Übertragung von Daten zur Kasse zu bitten und mehr Kontrolle über die Nutzung ihrer Netze zu erhalten. Befürworter strenger gesetzlicher Netzneutralitätsregeln wie Amazon.com, Google, Microsoft oder Yahoo fürchten dagegen, dass neue Geschäftsmodelle durch ein Mehr-Klassen-Netz behindert werden. Sie fürchten, dass Telekommunikationskonzerne und TV-Kabelanbieter das Internet in teure, mit Mautstationen abgesperrte Luxusbahnen einerseits und holprige Feldwege andererseits aufteilen wollen.

Aber ist Netzneutralität nur ein amerikanisches Problem? Fast genauso viele Meinungen wie Anwesende gab es bei der Netzneutralitätskonferenz in Bonn; die verschiedenen Parteien konnten sich auf keinen gemeinsamen Nenner einigen. Immerhin stimmten Wissenschaftler, Unternehmensvertreter und Berater überein: In Europa ist die Frage der Netzneutralität nicht so drängend wie in den Vereinigten Staaten. Streit gab es trotzdem.

Einen ausführlichen Bericht über den Verlauf der Netzneutralitätskonferenz bringt der Online-Artikel in c't – Hintergrund:

(jk)

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