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Vor 40 Jahren: Mariner 10 erreicht als erstes Raumfahrzeug den Merkur

Die NASA-Sonde Mariner 10 passierte heute vor genau 40 Jahren als erstes menschengemachtes Raumfahrzeug den Merkur. Dabei und bei späteren Annäherungen machte sie auch Tausende Fotos von der zernarbten Oberfläche.

So kennen wir Merkur dank Messenger heute (verstärkte Farben).

(Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington)

Heute vor 40 Jahren, am 29. März 1974, hat die US-amerikanische Raumsonde Mariner 10 erstmals den Merkur passiert. Damit hatte erstmals ein von Menschen geschaffenes Raumfahrzeug den innersten Planeten unseres Sonnensystems erreicht. Zuvor hatte Mariner 10 am 5. Februar 1974 die Venus passiert. Dabei war die Raumsonde nach Angaben der NASA auch die erste, die die Schwerkraft eines anderen Planeten für ein Swing-by-Manöver nutzte, um zum Ziel zu kommen.

Mariner 10 war am 3. November 1973 an Bord einer Atlas-Centaur-Rakete von Cape Canaveral gestartet. Primäres Ziel der Mission war es, die Oberfläche des Merkur und eine eventuelle Atmosphäre zu erkunden, die sich aber nicht im eigentlichen Sinne fand. Außerdem war ein Magnetometer an Bord, das an dem sonnennächsten Planeten auch ein schwaches Magnetfeld entdeckte. Die zur Erde geschickten Fotos zeigten eine mondähnliche Oberfläche, voller Krater. Diese Beschaffenheit konnte zuvor von der Erde aus nicht erkannt werden.

Nach der ersten Begegnung mit Merkur in 705 km Entfernung von dem Planeten schwenkte Mariner 10 in eine Umlaufbahn um die Sonne. Auf dieser Bahn begegnete sie Merkur ein zweites Mal am 21. September 1974, und zwar in 50.000 km Entfernung, und am 16. März 1975 zum dritten Mal – dabei kam sie auf 375 km an den Planeten heran. In insgesamt rund 9000 Bildern wurde die Oberfläche des Merkur zu etwa 45 Prozent erfasst.

So sieht Messenger Merkur (Falschfarben, die das Material hervorheben). (Großversion des Bildes: 94 MByte)

(Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington)

Nach Mariner 10 hat nur eine weiteres Raumfahrzeug den Merkur erreicht, und zwar die NASA-Sonde Messenger. Sie wurde 2004 gestartet und führte mehrere Swing-by-Manöver an Erde und Venus aus, bevor sie erstmals den Merkur erreichte (Nicht zu verwechseln mit dem geschätzten Slingshot effect). Nachdem sie den Planeten insgesamt drei Mal passiert hat, schwenkte sie im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin in eine Umlaufbahn ein und umkreist den Merkur inzwischen seit drei Jahren. Diese Mission, die bislang schon mehr als 200.000 Fotos geliefert hat, soll noch mindestens bis März 2015 laufen. Die Sonde erforscht Merkur mit insgesamt sieben Instrumenten. (anw) / (mho)

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