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Vorbild Snapchat: Facebook-App mit "Stories" und Kamera-Effekten

Facebook hat neue Funktionen für seine Haupt-App angekündigt: Mit "Stories" verbreiten Nutzer Filmclips und Fotos wie bei Snapchat; mit "Direct" senden sie die Bilder nur an Freunde. Nach 24 Stunden verschwinden die Inhalte automatisch.

Facebook-App mit "Stories" und neuer Kamera-Funktion

Facebook-Produktmanager Connor Hayes (links) hat sich für seine "Facebook Story" virtuell schick gemacht. Katzen scheint dies jedoch nicht zu beeindrucken.

(Bild: Facebook)

Facebook spendiert der Kamera-Funktion in seiner Haupt-App eine farbenfrohe Neuerung: Ähnlich wie bei Snapchat können Nutzer ihre Bewegtbilder mit Filtern, Rahmen, Masken und virtuellen Gegenständen verschönern. Außerdem ist das Kamera-Symbol in der App künftig prominent platziert. Mit dieser Fokussierung auf die Kamera reagiert Facebook auf die veränderten Kommunikationsformen seiner jungen Nutzer – sie bevorzugen immer öfter Videos.

Die gedrehten Filmclips lassen sich über die App als "Story" veröffentlichen oder über die neue "Direct"-Funktion nur an ausgesuchte Kontakte verschicken. Die Inhalte verschwinden nach 24 Stunden automatisch. Sind die Filme für die Ewigkeit gedacht, kann der Nutzer sie auch in seinen Newsfeed pappen. Dank "reaktiver" Kamera-Effekte können die Nutzer mit "dynamischen Objekten" interagieren. Facebook nennt als Beispiel fallenden Schnee. Außerdem verwandeln die Effekte schnöde Selfies im Nu in Picasso-Gemälde, schwärmt Produktmanager Connor Hayes.

Facebook hatte die "Stories" bereits in seinen Messenger sowie bei Instagram integriert – und damit die Grundfunktion von Snapchat kopiert. In der Facebook-App sind die "Stories" in einer Leiste oberhalb des Newsfeeds zu finden. Die über "Direct" verschickten Clips kann der Empfänger nur zweimal angucken, danach verschwinden sie. Die Neuerungen will Facebook im Laufe dieser Woche für alle App-Nutzer freischalten. (dbe)

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