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Vorerst kein Support für neuere Intel CPUs in Windows 10 LTSB

Für die Long-Term-Support Branch von Windows 10 wird im Jahr 2019 die nächste Aktualisierung erwartet. Bis dahin sollen aber bereits zwei neue Intel CPU-Generationen erscheinen, die von Windows LTSB nicht offiziell unterstüzt werden.

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Mit den LTSB-Versionen von Windows will Microsoft Firmenkunden den Langzeitsupport von Hard- und Software erleichtern. Windows LTSB erhält zwar Sicherheitsupdates, jedoch keine Funktions-Updates. Das bedeutet auch, dass keine Unterstützung für neuere Hardware nachgereicht wird.

Wie Michael Niehaus von Microsoft gegenüber heise online erklärte, ist man sich des Problems bewusst, aber "die offizielle Haltung ist, dass neue CPUs und Chipsätze auch neue Windows-Versionen erfordern. Das gilt [...] auch für LTSB-Versionen."

Da die nächste LTSB-Version erst im Jahr 2019 erwartet wird, können Kunden, die die aktuelle Fassung 1607 nutzen, keine neueren Prozessoren einsetzen. Die erwarteten Intel-Architekturen Cannonlake und Coffee Lake werden dann nur von den Endkunden- und Business-Versionen unterstützt.

Ursprünglich sollten nur alle zwei bis drei Jahre neue Ausgaben der LTSB-Versionen erscheinen. Mit dem Anniversary Update 1607 veröffentlichte Microsoft aber überraschend eine aktualisierte LTSB-Ausgabe. Die erste LTSB-Version erschien 2015 mit der ersten fertigen Fassung von Windows 10.

Das Problem wird laut Niehaus intern und auch mit Intel diskutiert, man könne aber noch keine genauen Angaben zu einer möglichen Lösung machen, da man die CPUs und Chipsätze bisher noch nicht zur Verfügung habe.

"Früher brauchte man nur ein paar neue Treiber und los ging's. Heute brauchen Chipsätze spezifische Einstellungen im Betriebssystem um mit vernünftiger Performance und Batterielaufzeit zu arbeiten." Man geht davon aus, dass Intel die Skylake und Kaby Lake-Hardware noch bis mindestens Anfang 2018 anbietet. (mls)