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WDR plant "interaktiven Überwachungsabend" mit Snowden und Assange

Am 28. Mai will der Westdeutsche Rundfunk eine Sendung zum Thema Enthüllung und digitale Überwachung ausstrahlen. Zuschauer können sich über das Internet beteiligen. Live zugeschaltet werden sollen die Whistleblower Edward Snowden und Julian Assange.

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WDR plant "interaktiven Überwachungsabend" mit Snowden und Assange

Der Fernsehsender WDR plant einen "interaktiven Überwachungsabend" mit Live-Interviews mit den Whistleblowern Edward Snowden und Julian Assange. Zur Primetime am Abend des 28. Mai (ein Donnerstag) will der Westdeutsche Rundfunk unter der Mithilfe seiner Zuschauer ein Theaterstück zum Thema Enthüllung und digitale Überwachung auf die Bühne bringen, bestätigte eine WDR-Sprecherin am Samstag einen Bericht im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Wir fordern die Zuschauer auf, ihre eigenen Daten preiszugeben", sagte die Sprecherin. Über das Internet könnten sie so die Handlung des Stücks der Kölner Regisseurin Angela Richter steuern und gleichzeitig erfahren, wie es sich anfühle, wenn man durch Veröffentlichung eigener Daten angreifbar werde.

In dem Stück gehe es um das Schicksal von Whistleblowern. Richter hat Snowden, Assange und weitere Enthüller getroffen und lange Interviews mit ihnen geführt. Für den TV-Abend sollen sie live zugeschaltet werden.

Edward Snowden hatte im Frühjahr 2013 unzählige geheime Dokumente des US-Geheimdienstes NSA sowie anderer Dienste an Journalisten übergeben, die damit massive Überwachungsprogramme öffentlich machen konnten. Die USA beschuldigen Snowden deshalb der Spionage. Russland gewährte Snowden zunächst Asyl, seit August 2014 ist Snowden im Besitz einer auf drei Jahre befristeten Aufenthaltsgenehmigung für Russland.

WikiLeaks-Mitgründer Julian Assange sitzt seit August 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. WikiLeaks hatte wiederholt interne Dokumente von US-Armee und -Behörden veröffentlicht, unter anderem zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Assange droht deswegen ebenfalls ein Strafprozess in den USA. In Schweden wird gegen Assange zudem in zwei Fällen der sexuellen Nötigung und einer "Vergewaltigung in einem minderschweren Fall" ermittelt. (mit Material von dpa) / (pmz)

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