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WDR und Wikimedia legen Konflikt über Akkreditierung von Fotografen bei

Der WDR hat seine Zulassungsregeln für Foto- und Pressetermine geändert. Nun muss nicht mehr zwingend ein Presseausweis für die Akkreditierung vorgelegt werden.

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Der WDR und Wikimedia Deutschland haben ihren Streit über die Zulassungspraxis zu Presseterminen beigelegt. Künftig akzeptiere der Sender neben einem gültigen Presseausweis auch die Bescheinigung eines Auftraggebers, durch die das publizistische Interesse an einer Berichterstattung dokumentiert werde, teilt der WDR mit.

Für die Akkreditierung zu Presse- und Fototerminen verlangt der WDR jetzt nicht mehr nur ausschließlich einen Presseausweis.

(Bild: WDR/dpa)

Der WDR hatte Fotografen, die für die Online-Enzyklopädie Wikipedia fotografieren wollten, nicht zu Presseterminen zugelassen, weil sie keinen gültigen Presseausweis besaßen. Dabei hatte sich der Sender auf das Landespressegesetz berufen. Daraufhin verlangte Wikimedia zu klären, ob der WDR als Körperschaft des Öffentlichen Rechts verpflichtet sei, Fotografen, die ehrenamtlich für Freies Wissen arbeiten, Zugang zu dessen Fototerminen zu gewähren.

Der WDR hat nach eigenen Angaben die Diskussion zum Anlass genommen, allgemeine Zulassungsregeln zu WDR-Presseterminen zu formulieren. Demnach kann nun außer einem gültigen Presseausweis für die Akkreditierung auch "eine Bescheinigung eines Verlages/einer Agentur/eines Auftraggebers, durch die ein publizistisches Interesse an einer Berichterstattung nachgewiesen wird" vorgelegt werden. "Allerdings können verschiedene Sachgründe zu einer Einschränkung der Zulassung führen", heißt es weiter in den Zulassungsregeln für Foto- und Pressetermine. (anw)

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