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WHO bestätigt Mobilfunk-Grenzwerte

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Die Weltgesundheitsorgnanisation WHO tritt Medienberichten entgegen, die einen Wandel in der "public health policy" der WHO ausgemacht haben wollen, der die Benutzung von Mobiltelefonen betrifft. Laut WHO sind diese Berichte im Zusammenhang mit einem Workshop on guiding public health policy in areas of scientific uncertainty aufgetaucht, der vom 11. bis zum 13. Juli im kanadischen Ottawa stattgefunden hat. In einer Richtigstellung (am Schluss der Tagesordnung dieses Workshops) verdeutlicht die WHO, dass ein möglicher Wandel ihrer Auffassungen oder Empfehlungen ausschließlich in offiziellen Verlautbarungen der WHO -- nicht jedoch durch Medienberichte -- dokumentiert wird.

Darüber hinaus stellt die WHO klar, dass sie an ihren bisherigen Empfehlungen festhält. Bis heute gebe es keine Belege dafür, dass Gesundheitsschädigungen durch elektromagnetische Felder verursacht werden, deren Stärke unterhalb der Richtwerte lägen, die von der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) veröffentlicht worden seien. Zudem seien die im WHO-Fact-Sheet Nr. 193 vom Juni 2000 (deutsche Fassung) enthaltenen Aussagen weiterhin gültig. Im Abschnitt "Schlussfolgerungen und Empfehlungen" heißt es unter "2. Vorsichtsmaßnahmen":

b. durch den Einzelnen: Nach den gegenwärtig vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht keine Notwendigkeit für bestimmte Vorsichtsmaßnahmen bei der Nutzung von Mobiltelefonen. Jeder Einzelne kann selbst bestimmen, ob er seine Hochfrequenzexposition oder die seiner Kinder begrenzen möchte, indem er die Länge der Anrufe einschränkt oder indem er "Freisprecheinrichtungen" nutzt, um die Mobiltelefone von Kopf und Körper fern zu halten.

Weitere Informationen bietet das EMF-Projekt der WHO, das die Auswirkungen elektromagnetischer Felder erforscht. Forschungsergebnisse zu Gesundheitsgefährdungen durch so genannten "Elektrosmog" fasst der Beitrag Ausgang offen zusammen. (ssu)